Na, dann richtet doch Parkzonen nur für Anlieger endlich ein

Wohin nur mit den Anlieger-Autos?

Wohin nur mit den Anlieger-Autos?

Hagen. Fünf Jahre schon belebe ich nebst der besten Familien von allen die Hagener Roonstraße. Fünf Jahre war es stets einvernehmlich okay, dass dort Fahrzeuge – zugegebenermaßen eine Vorschrift der StVo  großzügig übersehend – entgegen der Fahrtrichtung neben Baumscheiben abgestellt werden. Fünf Jahre lang parkte jeder dort so diszipliniert, dass immer ausreichend Platz für durchfahrende Kraftwagen blieb. Und nun, nach fünf Jahren, gibt’s da plötzlich 15-Euro-Knöllchen, weil das Auto nicht in der rechten Richtung steht. Geht’s noch? Steht bald die einstweilige Erschießung an?

Wenn die Hagener Ordnungsbehörde nun angewiesen sein sollte, den Gesamtstrahl der gesetzlichen Vorschriften auf die kleine Roon- und die benachbarten Querstraßen zwischen der Langestraße und der Buschey zu werfen, um auch nach 19 Uhr lächerliche Deckungsbeiträge zur Entlastung des kommunalen Haushaltes zu erwirtschaften, dann ist Hagen noch ärmer dran als angenommen. Dann ist Oberbürgermeister Erik O. Schulz (hoffentlich) nicht darüber informiert, dass in rastlosen Spätschichten die ordnungshütenden Angestellten umher schweifen und Ordnungswidrigkeitshinweise im Dutzend versandfertig machen, die rechtssicher trotz spätabendlichen Einsatzes Bestand haben.

Entlang der Langestraße ist die Parkzeit begrenzt. Auf dem Wilhelmsplatz ebenfalls, der verbliebene Einzelhandel braucht ja Kurzzeit-Parkplätze. Okay, und wo bleibt ausreichend Raum für die Anlieger, deren Parkbuchten von Einzelhändlern, deren Angestellten und deren Kundschaft zusätzlich beansprucht werden, weil die Kurzzeit-Plätze nicht ausreichen oder im Bedarfsfall nicht nahe genug bei der Einkaufsquelle liegen?

Prima, dann machen wir doch mal Nägel mit Köpfen und richten eine Anliegerparkzone ein, nur für Inhaber eines zuvor bei der Stadt Hagen käuflich erworbenen Parkausweises. Wieso eigentlich ist das nicht schon längst geschehen?

Ich vermute mal, dass weder der Einzelhandel darüber glücklich wäre, noch dessen Angestellte noch die dazugehörige Kundschaft. Aber es wäre doch für die Bewohnerinnen und Bewohner der genannten Straßenzüge ganz praktisch. Nach einer gewissen Zeit des exzessiven Knöllchenverteilens bliebe vermutlich abends – auch so um 19 Uhr und später – ausreichend Parkraum übrig, dass sich niemand mehr gegen die Vorschriften der StVo entgegen der Fahrtrichtung in eine Lücke klemmen muss und dafür mit 15 Euro Ordnungsgeld abgestraft wird.

Ich denke ernsthaft darüber nach, den weiß ich wie vielten Bürgerantrag solchen Inhalts an OB Erik O. Schulz zu stellen. Mal sehen, was er daraus machen wird.

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