Sozialdaten sorgen alljährlich für mehr Handlungssicherheit

Unna. Der Sozialdatenbericht 2014 ist ein wichtiges Instrument zur Unterstützung gesellschaftlicher und politischer Bildung. Er verdeutlicht anhand der vorliegenden Daten, dass Armut und soziale Ausgrenzung weiterhin den Alltag in der Kreisstadt Unna beeinflussen. Mit einem differenzierten Blick auf die „soziale Lage“ unserer Stadt stellt er eine Kommunikationsgrundlage für möglichst alle Beteiligten und Betroffenen dar und liefert Hintergrundinformationen für eine lokale Diskussion.

Im diesjährige Sozialbericht stehen erstmalig Statistiken zum Thema Migration zur Verfügung, darüber hinaus werden bestimmten Merkmalen des Arbeitsmarkt-Geschehens neu Gewicht beigemessen. Einen besonderen Augenmerk legt der vorliegende Bericht weiterhin auf die sozialräumliche Aufbereitung einzelner Datenquellen.

Die Sozialraumorientierung stellt den Menschen in seinem direkten Lebensumfeld und seinen vielschichtigen Zusammenhängen in den Mittelpunkt der Betrachtung. So zeigen die vorliegenden Daten auch auf, wie dramatisch sich die Lage in Bereichen entwickelt, deren direkte Beeinflussung nicht den kommunalen Akteuren unterliegt. Arbeitslosigkeit, SGB II Bezug oder auch demografischer Wandel sind kaum bis gar nicht steuerbare Faktoren, welche aber massiven Einfluss auf das Leben in Unna haben.

Trotzdem besteht für Unna die Möglichkeit, insbesondere den Folgen von Armut auf der Grundlage kleinräumiger Sozialdaten durch vorbeugende Sozialpolitik entgegen zu wirken. Maßnahmen und Ziele lassen sich hieran genauer festlegen und es wird unter anderem ein effizienterer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ermöglicht.
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