Dietmar Köster: Weg mit den Steueroasen, sie sind Gerechtigkeitswüsten

Brüssel/Kreis Unna.Der Europaabgeordnete Prof. Dr. Dietmar Köster hat sich heute im Europäischen Parlament an der von der S&D Fraktion initiierten Kampagne „No tax haven“ – „Keine Steueroasen“ beteiligt. Er fordert ein Ende der Steuervermeidung: „Auch große Konzerne haben eine gesellschaftliche Verantwortung, ihren gerechten Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens zu übernehmen.“ Durch Steuervermeidung und –hinterziehung fehlten jedes Jahr eine Billion Euro in den staatlichen Haushalten Europas. „Geld, das wir dringend z.B. für Investitionen in den Kommunen des Ruhrgebietes brauchen. Unternehmen, die ihre Gewinne in Steueroasen verschieben, soll der Zugang zu öffentlichen Aufträgen und staatlichen Beihilfen entzogen werden“, fordert der Europaabgeordnete.

Dietmar Köster sieht in dieser Hinsicht gerade den luxemburgischen Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker in der Pflicht, in dessen Zeit als Ministerpräsident in Luxemburg der Staat große Unternehmen bei einer aggressiven Steuervermeidung unterstützt hat.

Die SPD im Europäischen Parlament fordert konkrete Maßnahmen zum Thema Steuervermeidung großer Konzerne. Dietmar Köster spricht sich zudem für die Einführung einer Steuer auf den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Aktien auf, bei deren Umsatz in riesigen Größenordnungen nur die Rendite im Blick ist (Finanztransaktionssteuer): „Sie muss endlich auf den Weg gebracht werden, um einen gerechten Beitrag der Banken zur Finanzierung des Gemeinwesens zu garantieren.“

Vehement setzt sich Dietmar Köster gegen jede Steueroase zur Wehr. - Foto: SPD

Vehement setzt sich Dietmar Köster gegen jede Steueroase zur Wehr. – Foto: SPD

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