Volker König einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt

Unna. Volker König ist neuer Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna. Der Stadtverbandsvorsitzende seiner Partei ist damit Nachfolger des jüngst plötzlich verstorbenen Michael Hoffmann. 19 Ja-Stimmen von 19 anwesenden Stimmberechtigten erhielt Volker König, der dem Rat seit 2009 angehört. Seine 1. Stellvertreterin wurde Ingrid Kroll. Für Michael Hoffmann rückt Siegfried Pogadl in den Rat nach.

Eine sehr SPD-spezifische Kontinuität bleibt mit der Wahl Volker Königs bewahrt. Er ist ebenso wie sein Vorgänger Muttermilch-Sozialdemokrat und beiden standen am privaten wie politischen Lebensweg dieselben Menschen zur Seite. Volker König stammt aus Massen, lernte noch in die Kinderschuhe passend Gesichter und Überzeugungen kennen, die ihn prägten. Sein früh verstorbener Vater arbeitete als Beigeordneter in Fröndenberg und hatte natürlich enge Kontakte zur Politik in Unna.

Legendär sind die Zeiten, da der junge König sich als bisweilen „wilder Volker“ im Jugendzentrum Massen (alte Turnhalle, heute Bürgerhaus) zu einer zeitweise zentralen Figur der Szene entwickelte. Damals nahm ihn der unvergessene Klaus Zahlten, dortselbst Leiter des Zentrums, unter seine Fittiche und führte ihn behutsam, aber bestimmt in die Arme der Partei, für die beider Herz klopfte. Klaus Zahlten, des Alt-Ratsherrn Ewald Zahltens Sohn, sollte später stellvertretender Vorsitzender im SPD-Ortsverein Oberstadt werden. Seine Frau Roswitha lange einen Ratssitz ausfüllen und die fürsorgliche Vertreterin der Interessen von benachteiligten Menschen in der Stadt sein.

„Klaus hat mich auf einen guten Weg geführt“, erinnerte sich einmal der heutige Fraktionsvorsitzende Volker König. „Dafür war und blieb ich ihm stets dankbar!“

Später, da hatte sich sein Lebensmittelpunkt längst in den kleinen Ortsverein Alteheide (ja, der war mal selbstständig) verlagert, brachte ihm Erich Standop dort die ersten Schritte bei. Ebenfalls eine Parteilegende, Erz-Falke, organisatorisch der gute Geist des damaligen Parteivorsitzenden Hans Claussen, Geschäftsführer der Volkshochschule und genialer Parteitaktiker. Er lehrte den forschen Jüngling, dass harte Arbeit das ist, was einen guten Sozialdemokraten auf den Weg zur Verantwortung bringen kann.

Viele Jahre später, weder Erich noch Hans hätten es zugelassen, vereinten sich Königsborn und Alteheide zu einer schlagkräftigen Einheit. Nun nahm sich der ehemalige Fraktionsvorsitzende Heinz Steffen seiner an. Und Volker König wurde stellvertretender Vorsitzender des neuen Gebildes. Mit dem gemischten „Triumvirat“ Heike Gutzmerow, Volker König und Sebastian Laaser an der Ortsvereinsspitze wurde klug und zukunftsorientiert der wachsende Einfluss genutzt, um die erfolgreiche Arbeit für den Stadtteil fortzusetzen. Jüngstes Beispiel war das „Integrierte Handlungskonzept Königsborn-Süd“, das auf den Weg gebracht wurde.

Volker König ist nun Fraktionsvorsitzender. Er selbst sagt, dass er vor dem Amt und der Aufgabe höchsten Respekt habe, dass er nichts von dem, was auf ihn zu käme, auf die leichte Schulter nähme. „Das sind ganz schön große Fußstapfen, in die ich da treten werde!“

Okay, denn. An die Arbeit. Aber erstmal brachte er am Abend seiner Wahl den Familienhund mit Ehefrau Karin zum Tierarzt, dass dem gehätschelten Vierbeiner Heilung widerfahre.

Beitragsbild: Wahlabend 2014: Volker König und sein Freund Sebastian Laaser (links) freuen sich über die Ergebnisse und auf viel Arbeit. – Foto: Rudi Bernhardt

 

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