Die Hochwasser machten’s nötig: Nun kriegt Unna doch noch seinen „Stausee“

Unna. Einst schwärmten der damalige SPD-Fraktionschef Herbert Köhnemann und sein Pateivorsitzender Hans Claussen von einem stadteigenen Angelgewässer. Man könnte ja im Bimbergtal einen Stausee planen und ihn für die zahlreichen Unnaer Petrijünger zur Verfügung stellen. Exakt so wird sich wohl dieser 40 Jahre alte Traum nicht erfüllen. Aber die Überschwemmungen der vergangenen Jahre zwangen zum Handeln und zur Anlage einer Vorflut: In den nächsten Wochen werden Rodungsmaschinen im Bimbergtal zu sehen sein. Sie sind das deutliche Zeichen für den Baubeginn zu einem neuen Hochwasserrückhaltebecken. Für ca. 5 Mio. Euro bauen die Stadtbetriebe Unna einen Retentionsraum für den Kessebürener und Lünerner Bach, um zukünftig den Ortsteil Unna-Lünern vor Hochwasser zu schützen. Das Land NRW bezuschusst das Projekt mit 80 %.

Bimberghof-2

Für die Rodungsarbeiten von 12.000 qm Wald werden voraussichtlich ab 20. Oktober 2014 die Wirtschaftswege ab der B 1 (Hohlweg), ab der Autobahnbrücke Unna-Kassel und ab dem westlichen Indupark komplett für zunächst ca. 4 Wochen gesperrt (siehe Lageplan). Eine weitere Sperrung erfolgt dann mit Baubeginn des Beckens Anfang 2015. Die Zufahrt zum Wanderparkplatz ist ebenfalls während der gesamten Bauarbeiten gesperrt.

Die eigentlichen Stahlbeton– und Erdbauarbeiten für das Dammbauwerk werden voraussichtlich im Frühjahr 2015 beginnen. Die Gesamtbauzeit beträgt ca. 2,5 Jahre. Im Anschluss an die Baumaßnahme werden dann noch umfangreiche Aufforstungsarbeiten durchgeführt.

Weitere Informationen zur Baumaßnahme finden Sie auf der Internetseite der Stadtbetriebe Unna unter: http://www.stadtbetriebe-unna.de/hrb-bimberghof.html. Helmut Ludwig steht als Projektleiter bei den Stadtbetrieben Unna unter Tel. 2003-31 für Rückfragen zur Verfügung.

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