Werner Kolter kandidiert im nächsten Jahr für eine 3. Amtszeit als Unnas Bürgermeister

Unna. „Kolter bereit für dritte Amtszeit“, titelt der Hellwegeranzeiger heute (9. Oktober 2014) auf seiner Website. Und das Blatt schreibt weiter: „Leicht sei ihm die Entscheidung keineswegs gefallen. Hätte er sie schon für einen Wahltermin zeitgleich mit der Kommunalwahl im Mai treffen müssen, wäre sie vermutlich anders ausgefallen.“

Knappe Meldung, hinter der ein wegweisender Inhalt steckt.

Gut, dass Werner Kolter sich die Zeit nehmen konnte und auch nahm, nachzudenken, in sich zu horchen, einem taktischen Zeitdruck nicht nachzugeben und bereits für die Kommunalwahlen im Mai 2014 eine wie auch immer geartete Entscheidung fällen zu müssen. Er sagt ja selbst, vermutlich wäre sie anders ausgefallen. Und das wäre nicht nur bedauerlich, es wäre ganz und gar nicht wünschenswert gewesen.

Werner Kolter will sich als Bürgermeister-Kandidat der SPD zur Wahl am 13. September 2015 stellen. So die Partei denn sein Angebot annähme, fügt er hinzu. Sie wird dies tun, und sie tut gut daran.

Es geisterten ja schon heitere Gerüchte, was denn alles möglich wäre, wer denn alles sich berufen fühle, welche Lösungen denn auf der Hand lägen, falls der amtierende Bürgermeister … Makulatur. Jede Spekulation ist nun beendet.

Sieht man es realistisch, so hat Werner Kolter mit der Bekanntgabe, eine dritte Wahlperiode anzustreben und sie auch bis ans Ende im Amte auszufüllen den schwierigeren Weg beschritten. Leichter wäre es gewesen, mit 66 Jahren (im nächsten Jahr) den Ruhestand anzutreten. Denn die kommenden Jahre versprechen keineswegs, dass sie ruhige und beschauliche werden.

  • Sie werden geprägt sein von einer Schwindsucht der finanziellen Beweglichkeit.
  • Sie werden geprägt sein von politischer Unduldsamkeit, ernsthaft mit den notwendigen Veränderungen, die diese finanziellen Handlungseinschränkungen mit sich bringen, umzugehen (gilt für alle Parteien).
  • Sie werden geprägt sein von den Schwierigkeiten, mit einer Vielzahl von Parteien im Rat nach gangbaren Wegen zu suchen – für die Stadt, für ihre Bürgerinnen und Bürger.
  • Sie werden geprägt sein vom Wetterleuchten einer drohenden Fremdbestimmung der Stadt durch ein Kommissariat.
  • Und sie werden auch geprägt sein von manchem Unverständnis – gerade dieser Bürgerinnen und Bürger – weil plötzlich nicht mehr möglich sein kann, was sie als nötig annehmen, weil kommunales Geld immer weniger wird. (Und gerade rufen die Wirtschaftsauguren danach, dass Unternehmen weniger Steuern zahlen müssen. Noch weniger als keine kommunalen mehr?)

Ein guter Bürgermeister, einer dessen Wort allerorts im Lande Gehör findet, einer der mit erkennbarer Lust und Freude sein Amt ausübt und dessen Besuche allwöchentlich auf dem Markt ein fröhliches Hallo auslösen, ob bei Händlern oder der Kundschaft, ein populärer Bürgermeister lässt „seine“ Heimatstadt nicht mit den erkennbaren Problemen einer schwierigen Zukunft allein. Das ist Werner Kolter hoch anzurechnen, denn dann und wann in Zukunft, wird seine Arbeit so schwer werden, dass sie substanzielle Spuren hinterlassen kann.

Mit einem bekannt guten Kollegium, mit einer motivierten und an der Stadt engagierten Mitarbeiterschar im Rathaus können viele Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden. Die Hege und Pflege dieses Pfundes, auf das sich Unna verlassen kann, ist auch in den kommenden Jahren sicher gestellt.

Dem SPD-Vorsitzenden Volker König mit seiner uneitlen Art der Amtsführung und seinem Freund Werner Kolter ist zu danken, dass sie verlässliche Kontinuität in die Kandidaturen der SPD um das schwierige Amt des ersten Bürgers der Stadt brachten.

Beitragsbild: Kündigte seine Kandidatur für eine 3. Wahlperiode an: Bürgermeister Werner Kolter. – Foto: Rudi Bernhardt

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