Kernfrage der Etatberatungen: Geld für zukunftssichere Schule oder konsumfördernde Steine?

Unna. Der Kern der Frage, die Gerd Heckmann von der CDU stellte, ging gerade im Heiterkeitsgetümmel um den Zeitpunkt, da sie gestellt wurde, unter. Geld für Schulen oder Sanierung der Fuzo?

Sicher, die Erfahrung gewinnende neue CDU-Fraktion wird die finanziell bedingten Antworten, nach denen sie fahndet, erst erhalten, wenn es zu den Haushaltsberatungen die genauen Zahlen des Kämmerers gibt. Alles zuvor würde einerseits doppelte Arbeit bedeuten oder andererseits das hilflose Tapsen im Nebel der Spekulationen darstellen.

Aber der inhaltliche Kern, nämlich ob die finanziell fokussierte Aufmerksamkeit der Stadt Unna besser einer frischen Pflasterung der Fußgängerzonen dienen sollte oder der zukunftssicheren Systemoptimierung der Schulen, diese Frage ist auf keinen Fall falsch, da trifft Gerd Heckmann ins Bullseye des Dartfeldes.

Allerdings fürchte ich, dass wir dessen ungeachtet nicht einer Meinung werden. Die CDU hatte ja schon lange signalisiert, dass sie es ganz toll fände, wenn Unnas bestehende Grundschulen so umgebaut würden, dass sie den Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Das ist etwa genauso schlau wie zu behaupten, das aktuelle Schulsystem als solches sei zukunftsfähig. Ist aber Sache des Landes.

Zwar hatte Schuldezernent Uwe Kornatz den Ratspolitikern die kluge Idee zum Bau eines Grundschulzentrums ans Herz gelegt, aber da kniffen sie schnell und allen voran die CDU. Weil es ja populär erscheint, den Menschen in diesen Zusammenhängen nach deren Meinung zu reden, denn die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich nun mal seit jeher, dass Schulen und ihre Systematik unangetastet bleiben. Das war so, das bleibt so, und überhaupt. Und weil seinerzeit Wahlen anstanden, und weil eh kein Geld für keine der favorisierten Lösungen da war, wurde die unmittelbar bevorstehende Schulkampf-Gefahr durchs eilige Beerdigen möglicher Anlässe gebannt.

Nur, klug ist der Gedanke von Uwe Kornatz immer noch. Und kostenintensiver und zu kurz springend bliebe es, wenn man dem konservativ (wie gut der Begriff doch hier passt) gewünschten Standorterhalt der Grundschulen aus dem Antrieb einer vermeintlich reinen Lehre nach hinge.

Aber, noch mal: Wäre denn das Unmögliche möglich, wären Millionen locker, die Fußgängerzonen aufzufrischen, dann wäre es geradezu absurd, Millionen dafür auszugeben und auf den Neubau eines Grundschulzentrums zu verzichten.

Und das ist die Kernfrage: Geld für zukunftssichere Schule oder konsumfördernde Steine?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.