Integriertes Handlungskonzept Königsborn: Eine Großchance für die gesamte Stadt

Unna. Gemeinsam befassten sich die Mitglieder der Ausschüsse für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung, Soziales und Senioren und des Jugendhilfeausschusses mit nur einem großen Thema: dem Integrierten Handlungskonzept „Unna Königsborn Süd-Ost“; so nennt sich das ebenso ehrgeizige wie wegweisende Zukunftsprojekt der Stadt Unna. Sein Ziel ist es, den „Großraum“ der Berliner Allee in den kommenden fünf Jahren weiterzuentwickeln und ihm ein zukunftsfestes Dasein sowohl unter sozialen als auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten zu sichern. 

Dazu gehört, dass Unnas Verwaltung sich auf der Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes „Unna Königsborn Süd-Ost“ um die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ bemüht. Dieser konkrete Auftrag wurde neben allen anderen Aspekten, die aus dem umfänglichen Arbeitsprodukt (über 160 Seiten) der beteiligten Fachverwaltungen – in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Büro „plan-lokal“ und dem Initiativkreis Berliner Allee – entwickelt wurden, als einstimmige Empfehlung an den Rat weitergegeben.

Die erfolgreiche Arbeit des Quartiesbüros wurde von hier gesteuert. - Foto: Stadt Unna

Die erfolgreiche Arbeit des Quartiersbüros wurde von hier gesteuert. – Foto: Stadt Unna

Das Quartiersprojekt „Zukunft Berliner Allee“ hat inzwischen eine enge Verzahnung planerisch-konzeptioneller Arbeitsschritte, Methoden einer aufsuchenden Quartiersarbeit sowie der Sozialarbeit mit kommunikativen Elementen teils sehr erfolgreich umgesetzt. Es entstand seinerzeit auf Betreiben der SPD-Königsborn und wurde modellhaft von der Fachverwaltung unter dem Beigeordneten Uwe Kutter auf den Weg gebracht. Seine Bemühungen dienen in besonderer Weise dazu, die unterschiedlichen Zielgruppen in den Diskussionsprozess um die Quartiersentwicklung einzubinden und deren kreative Ideen umzusetzen. Das Quartiersprojekt wird planmäßig Mitte 2015 enden. Um aber die positiven Ergebnisse der laufenden Arbeit weiterhin nutzen zu können, bleiben jedoch Überlegungen für die Zeit nach dem Projektende im Sinne einer Verstetigung quasi Pflichtaufgabe. „Das unterstützen wir in ganzem Umfang und wir hoffen, gemeinsam mit allen anderen Fraktionen bei den Etatberatungen die Zukunft dieses erfolgreichen Modells finanziell absichern zu können“, sagt Ratsmitglied Sebastian Laaser, Vize-Vorstand im SPD-Ortsverein Königsborn.

Ziel des Integrierten Handlungskonzepts „Unna Königsborn Süd-Ost“ ist die nachhaltige Stärkung und zukunftsfähige Weiterentwicklung des Quartiers „Berliner Allee“ einschließlich des  Gebietes Augusta-, Gertruden-, Dorotheen-, Hermann- und Zechenstraße. Hier soll die soziale, bauliche und strukturelle Situation an heutige und zukünftig abschätzbare Anforderungen angepasst werden. Und in diesem „Brückenschlag“ von der Berliner Allee ins benachbarte Umfeld sehen Sebastian Laaser und Königsborns Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers quasi de Quantensprung des Projektes. Hier werde nun ein Gebiet bearbeitet, in dem zehn Prozent der Unnaer Bevölkerung leben. Somit entstünde für die Jahre 2015 bis 2020 ein Langzeitprogramm, das der gesamten Stadt und ihrer Entwicklung zugutekomme.

Gelänge es, alle der ca. 50 angedachten Maßnahmen in Gang zu setzen, würde ein Programm von rund 9,2 Millionen Euro angeschoben. Ca. 2,5 Mio. hätte die Stadt Unna als Eigenanteil aufzubringen. Zudem stehen laut Vorlage der Verwaltung für die private Wohnungswirtschaft aus dem Wohnungsbauförderungsprogramm 2014 bis 2017 des Landes NRW explizit Mittel für „Maßnahmen zur Unterstützung der Quartiersentwicklung“ bereit. Könnte alles bewegt werden, was im Planungsbereich zu bewegen ist, wäre das noch einmal ein Investitionsschub von geschätzten 42 Millionen Euro. Damit würden Sanierung- und Modernisierungsdimensionen erreicht, die in Unna bei der Einzigartigkeit anklopften.

Beigeordneter Uwe Kutter sagte gern und sehr deutlich, dass im Bereich Berliner Allee noch sehr stützungsfähige Strukturen herrschten. Alle aktuellen Bemühungen – und gerade das Integrierte Handlungskonzept – zielten darauf hin, dem sozialen und Wohnumfeld die Zukunftsfähigkeit zu erhalten und sie dauerhaft zu festigen. „Wir sehen da eine ganz große Chance für den Stadtteil und die Stadt“, sagt Volker König, SPD-Ratmitglied und Stadtverbandsvorsitzender aus Königsborn.

 

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