Kanzlerin und Vize sind sich einig: Sie verordnen den digitalen Fortschritt

Die VHS macht es möglich: Selbst ist der sparsame Mensch, wenn es ans Computer -Tuningngeht. (Foto:Rudi Bernhardt )

Fortschritt verordnet.

Wenn die Übergrößen unserer aktuellen politischen Personallage beginnen, über die ebenso aktuelle Moderne nebst derer digitaler Nebenerscheinungen zu schwadronieren, kommt es mir so vor, als sei ein Mensch wieder auferstanden, dessen Bekanntschaft ich so gerne mal gemacht hätte. Aber nein, dem ist nicht so, Dieter Hildebrandt bleibt im Hades der bissigen Verständlichen. Es sind wirklich nur die Übergrößen unserer aktuellen politischen Personallage, die mit bierernster Miene von Themen parlieren, denen sie keinerlei Verständnis abgewinnen können.

Angel Merkel, das ist immer noch die Bundeskanzlerin mit unermüdlichem Sachverstand (hat ja mal so was Schweres wie Physik studiert). Und sie hat doch tatsächlich geistesblitzig analysiert, woran es hapert in unseren, in diesem unserem Land.  Bei heise online wird sie mit der bahnbrechenden Erkenntnis zitiert, dass die „‚Digitale Welt‘ (die) größte Herausforderung für die Schulen“ sei. Boah ey! Gut, dass sie darauf gekommen ist.

Und da kann natürlich der Vize-Kanzler, das ist der Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD, nicht nachstehen. Ihn überfiel die unumstößliche Wahrheit, oder fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, wie auch immer, er tönte fast wortidentisch, dass an Schulen Programmiersprachen gelehrt werden mögen. Überhaupt ist der WiMi der GroKo dabei, Deutschland den digitalen Fortschritt zu verordnen: „Deutsche Unternehmen könnten gegenüber dem schnellen digitalen Wandel in den USA ins Hintertreffen geraten.“ So lässt er sich weitsichtig in der Rheinischen Post zitieren. Es deutet sich geradezu eine Schwemme brandneuer Erkenntnis an.

Allerdings, in einem haben die beiden kanzlernden Übergrößen unserer aktuellen politischen Personallage Recht. Die meisten in der deutschen Wirtschaft sind gern schon mal schlafmützig und müssen daran erinnert werden, dass nicht nur über Einsparungen beim Bezahlen der Belegschaften Geld erwirtschaftet werden kann, sondern eher mal durch coole Innovation. Und Recht haben sie sicher auch, wenn sie ihre Kolleginnen und Kollegen Schulminister in den Ländern mal daran erinnern, dass es um die zukünftige Fitness der Kinder geht und weniger um Wähler heischende Entscheidungen über diese oder jene präferierte Schulform oder Schulbauentscheidung.

Ach, nur zu Erinnerung an Kanzlerin und Vize: Erkundigt euch vor einer Fortschritts-Verordnung an die Schulen genau welche Programmiersprache heute gefragt sein könnte, ich fürchte mit Basic kommt man nicht mehr allzu weit.

 

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