Mist, wie soll ich noch widersprechen – Was kann vom Land schon Gutes kommen?

Nun, da muss ich ja nun mal offen zugeben, dass es mir ebenso geraten sei, einen kurzen Draht zum Kämmerer zu halten, wenn es um irgendwelche Veränderungen bei den kommunalen Finanzen geht, wie dies nun aktuell Unnas Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke allenthalben ans Herz gelegt wird. Er übernahm vermutlich eine vor verfasste Pressemitteilung seiner Landtagsfraktion, setzte lokale Zahlen hinein und verschickte die frohe Botschaft, dass Düsseldorf nach neuen, höchstrichterlich vorgeschriebenen Berechnungen, der Stadt etwas Geld zukommen lasse, keine Schwemme, aber immerhin in diesen engen Zeiten erfreut schließlich jede Zuwendung.

So weit, so gut. Sicher verschwieg er es nicht, aber gewusst oder daran gedacht hatte er nicht, dass bei diesen Berechnungen sein Kreis ordentlich mehr zahlen muss, sogar ziemlich ordentlich. Und ich hatte nicht daran gedacht, dass dies auf dem Ticket einer Sonderumlage wiederum voll die Kasse der Stadt erleichtert. Und zwar um mehr Geld als die bescheidene Einnahme ihr auf die Habenseite legt. Zwar erleichtert es diese Landesgunst ein wenig, den Beitrag an den Kreis zu zahlen, aber unter dem Strich wird wiederum voll in die kommunale Kasse gegriffen. Als ob die nicht belastet genug wäre.

Was lehrt mich das? Erst in solchen Fällen nachfragen, Unnas Kämmerer durchschaut Manöver dieser Art eben schneller. Was lehrt es Hartmut Ganzke? Auch bei Karl Mölle fragen, der hätte sicher zu Skepsis geraten. Denn schließlich kommt ja die ursprüngliche Information vom Land, und von dort kam für Unna und andere Kommunen in jüngster Zeit nichts Gutes. Vielleicht hatte dieser Umstand auch den Landtagsabgeordneten bewogen allzu hymnisch auf die landesseitige Kommunalfürsorge hinzuweisen. Nach dem Motto: Endlich mal was Positives! Nix da, ich hätte es ahnen müssen.

Und wer freut sich? Herr Schäuble, denn der Soli jeglicher Herkunft landet bei ihm. Und er lässt nur noch wenige Prozente in Richtung Solidaritätsadresse Ost weiter fließen, sondern füllt damit den eigenen Bundeshaushalt auf.

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