Eintritt in die Hall of Fame: Bürgerstiftung Unna erhält Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

Unna/Berlin. 275 Bürgerstiftungen tragen das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, darunter nun auch die Bürgerstiftung Unna. Es wurde bei der Herbsttagung des Arbeitskreises Bürgerstiftungen in Heilbronn jetzt feierlich verliehen. 17 Bürgerstiftungen erhalten es in diesem Jahr zum ersten Mal.

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Anlässlich der Arbeitskreistagung gab die Initiative Bürgerstiftungen auch aktuelle Zahlen zur Entwicklung der deutschen Bürgerstiftungen bekannt. Wie sie in ihrer diesjährigen Bürgerstiftungs-Umfrage ermittelte, wächst das Vermögen der Bürgerstiftungen in Deutschland stark: Um 23 Prozent stieg das Gesamtkapital aller deutschen Bürgerstiftungen mit Gütesiegel – auf 265 Millionen Euro. Das sind 49 Millionen Euro mehr als noch 2012. 12 Bürgerstiftungen wurden im vergangenen Jahr zu Millionären. Insgesamt verfügen 58 Bürgerstiftungen über ein Vermögen von mehr als einer Million Euro. 25.500 Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter gibt es bislang in Deutschland (2012: 23.000). Befragt wurden alle Bürgerstiftungen, die 2013 das Gütesiegel trugen (259), geantwortet haben 53 Prozent (137).

„Nach den Jahren der Gründung und Verbreitung beobachten wir derzeit bei den deutschen Bürgerstiftungen den Trend zur Konsolidierung und Professionalisierung“, sagt Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Bürgerstiftungen erfahren breite Unterstützung – in Form von Zustiftungen, Spenden und bürgerschaftlichem Engagement. Das ist eine beachtliche Entwicklung.“

95 Prozent der Arbeit in Bürgerstiftungen werden von freiwillig Engagierten geleistet. Mehr als 600.000 Stunden haben sich die Engagierten 2013 für ihre Bürgerstiftungen eingesetzt – in den Gremien und in konkreten Projekten zur Verwirklichung der Satzungszwecke.

Erträge und Verteilung

19,6 Millionen Euro haben die deutschen Gütesiegel-Bürgerstiftungen 2013 für ihre Arbeit eingenommen. 7 Millionen Euro haben sie dabei in Form von Spenden akquiriert. Die meisten Mittel der deutschen Bürgerstiftungen flossen 2013 wie auch in den Vorjahren mit 34 Prozent in den Bereich Bildung und Erziehung (2012: 36 Prozent). Zugenommen hat das Engagement für Soziales, wofür 24 Prozent der Bürgerstiftungsgelder verwendet wurden (2012: 8 Prozent). Für Kunst und Kultur gaben die Bürgerstiftungen 13 Prozent der verfügbaren Gelder aus (2012: 8 Prozent). 12 Prozent der Ausgaben kamen Jugendlichen zugute; deutlich weniger als im Vorjahr (31 Prozent).

Regionale Spitzenreiter

Die meisten Bürgerstiftungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (76), Baden-Württemberg (58) und Niedersachsen (49).

Die 10 Merkmale einer Bürgerstiftung

Bürgerstiftungen, die durch ihre Satzung den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ entsprechen, können sich um das Gütesiegel bewerben. Dieses verleiht der Bundesverband Deutscher Stiftungen jährlich für die Dauer von zwei Jahren, beim dritten Mal für drei Jahre. Auf die 10 Merkmale haben sich die Bürgerstiftungen im Jahr 2000 verständigt. Konkret verpflichten sie sich zu einem lokalen Aktionsradius, zu Unabhängigkeit und transparentem Handeln. Entsprechend der 10 Merkmale können Bürgerstiftungen eine Vielzahl gemeinnütziger Zwecke verfolgen. Sie fördern bürgerschaftliches Engagement und setzen auf ehrenamtliche Beteiligung.

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