Nun entscheide dich mal schnell, lieber Rainer!

Bönen. Wird er? Wird er bald? Wird’s länger dauern, noch länger? Fragen über Fragen. Rainer Eßkuchen, Bürgermeister der Gemeinde Bönen, zeigt sich zaudernd, zagend. Obwohl sein Image eigentlich eher das des Zupackenden, Anpackenden, Entschlussfreudigen ist.

Ob es die Bürgerinnen und Bürger sind, ob es die sozialdemokratischen Parteifreundinnen und -feunde sind, ob es Freunde oder Familie betrifft, alle wollen es endlich wissen: Will der Rainer noch mal Bürgermeister werden oder will er seinen Platz räumen und neuen Kandidaten oder -innen die Gelegenheit geben.

Ich kann meinem alten Freund Rainer nur raten: Sag’s endlich, sonst wirst du erleben, dass sich niemand mehr dafür interessiert, ob du es machst oder andere. Verstreicht zu viel Zeit bis zum Wahltermin im kommenden Jahr, wird deine Person immer weniger im Mittelpunkt des Interesses stehen. Wirst du nicht mehr gefragt, am Ende, sondern es werden Fakten geschaffen. Und das sollte deine Aufgabe sein, Fakten zu schaffen, wenn es um deine Person geht.

Also: Gehe schnellstens an die Öffentlichkeit und tue kund, was du vor hast. Mache es schon am kommenden Montag (das wäre der 28. August), wenn du dich entscheidest, noch einmal zu kandidieren. Mache es kurz danach, wenn du nicht mehr weiter machen willst als Bürgermeister. Mache aber bloß eines nicht: Foltere deine Umgebung weiter mit dieser atypischen Unentschlossenheit, sonst läufst du Gefahr, dass sie übermorgen sagen: Och nö, nicht noch mal mit dem. Lieber Gruß, Rudi!

Beitragsbild: Bönens Bürgermeister Rainer Eßkuchen im Gespräch mit einem alten Freund, Unnas Schuldezernent Uwe Kornatz. – Foto: Rudi Bernhardt

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