Heinrich Peuckmann stellt etwas wenig Überraschendes fest: Ganz ohne Bundestrainer ging es auch

Wahrscheinlich ist kein Posten in Deutschland so wichtig wie der des Bundestrainers beim Fußball. Im Moment ist Löw gesetzt, aber wenn mal wieder ein Wechsel anstehen sollte, ginge die Diskussion sofort los. Selbst über einen neuen Bundeskanzler würde vermutlich weniger gestritten.

Blickt man zurück in die Geschichte der  Fußballnationalmannschaft, stellt man erstaunt fest, dass die Frage nach dem Bundestrainer früher überhaupt keine Rolle spielte. Erster Reichstrainer, wie es ursprünglich hieß, war Otto Nerz, ein Akademiker übrigens, der als Fußballer beim VfR Mannheim gespielt hat, wo er 1920 bis ’22 auch Trainer war. Später wurde er Dozent an der Deutschen Sporthochschule für Leibesübungen, bevor er am 1. Juli 1926 in die Dienste des DFB  trat.

Aber die Nationalmannschaft hat schon seit dem 5. April 1908 Länderspiele bestritten, das erste gegen die Schweiz, das mit einer 3:5-Niederlage endete. 18 Jahre lang gab es in genau 58 offiziellen Länderspielen also überhaupt keinen Bundestrainer.  Wie ist das denn  gegangen?

Ganz einfach. Vom DFB wurden stets die 11 Spieler eingeladen, die zum Einsatz kamen. Auswechslungsspieler gab es nicht. Zusätzlich reiste ein Vertreter aus dem Vorstand an, das war  alles. Taktik,  Rollenverteilung, all das wurde den Spielern überlassen und ergab sich meistens aus dem Spielverlauf.

Erst als die Ansprüche wuchsen, als Taktik und Rollenverteilung immer wichtiger wurden, wurde ein Trainer notwendig. Otto Nerz übernahm das Amt und führte das berühmte WM-System ein, das er in England kennen gelernt hatte mit zwei Halbstürmen hinter drei Stürmern und zwei vorgezogenen Außenläufern hinter drei Verteidigern, so dass die Grundformation ein W und ein M auf dem Spielfeld bildete. 1934 konnte er mit einem 3. Platz bei der zweiten WM (Anmerkung: Italien folgte Uruguay als Champion)  den ersten großen Erfolg für den DFB feiern. Als er zwei Jahre später bei der Olympiade in Berlin  mit 0:2 gegen Norwegen kläglich scheiterte, wurde er durch den unvergessenen Sepp Herberger abgelöst. Spätestens da war Normalität in den deutschen Fußball eingekehrt.

Nerz, dies nebenbei, starb kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in einem sowjetischen  Internierungslager.

Heinrich Peuckmann, geb. 1949 in Kamen. Besuch des Aufbaugymnasiums in Unna, Abitur 1968. Viele Jahre lang Lehrer am Gymnasium in Bergkamen. Daneben rege Schreibtätigkeit. Inzwischen fast 50 Einzelpublikationen: Romane, Erzähl- und Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt erschienen der Ruhrgebietsroman „Saitenwechsel“ und der Krimi „Angonoka“, der sich mit den üblen Machenschaften der Tiermafia auseinandersetzt. Peuckmann hat auch einen Roman geschrieben, der in Unna spielt, weil er sich dieser Stadt sein Schulzeiten verbunden fühlt. „Heimkehr“ heißt der Roman, der einen Soziologieprofessor für einen Vortrag nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt Unna führt, wo er ermordet wird. Gelegentlich fliegt Peuckmann nach China und hält an Universitäten in Shanghai und Xi´an Vorträge über deutsche Literatur vor chinesischen Germanistikstudenten. Inzwischen kennt er sich dort so gut aus, dass er über China geschrieben hat, unter anderem den Liebesroman „Rückkehr nach Shanghai“. Peuckmann ist Mitglied im Schriftstellerverband, in der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ und im PEN-Zentrum Deutschland, in dem er vor einem Jahr ins Präsidium gewählt wurde.

Heinrich Peuckmann, geb. 1949 in Kamen. Besuch des Aufbaugymnasiums in Unna, Abitur 1968. Viele Jahre lang Lehrer am Gymnasium in Bergkamen. Daneben rege Schreibtätigkeit. Inzwischen fast 50 Einzelpublikationen: Romane, Erzähl- und Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt erschienen der Ruhrgebietsroman „Saitenwechsel“ und der Krimi „Angonoka“, der sich mit den üblen Machenschaften der Tiermafia auseinandersetzt. Peuckmann hat auch einen Roman geschrieben, der in Unna spielt, weil er sich dieser Stadt sein Schulzeiten verbunden fühlt. „Heimkehr“ heißt der Roman, der einen Soziologieprofessor für einen Vortrag nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt Unna führt, wo er ermordet wird. Gelegentlich fliegt Peuckmann nach China und hält an Universitäten in Shanghai und Xi´an Vorträge über deutsche Literatur vor chinesischen Germanistikstudenten. Inzwischen kennt er sich dort so gut aus, dass er über China geschrieben hat, unter anderem den Liebesroman „Rückkehr nach Shanghai“.
Peuckmann ist Mitglied im Schriftstellerverband, in der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ und im PEN-Zentrum Deutschland, in dem er vor einem Jahr ins Präsidium gewählt wurde.

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