Staats Schützende, Herrenrassige und destruktiv verknotete Synapsen

Nein, ich schreibe das nicht: Geht genau so ab wie in den 1930-ern, wie so häufig nach 1945, ist eigentlich wie immer. Nein, ich schreibe auch das nicht: Teile der ordentlichen Ordnungskräfte schielen sich auf einem Auge blind durchs politische Leben, ist eigentlich wie immer. Und auch das kommt mir nicht über die Tastatur: Teile der bundesdeutschen Politik schwadronieren so lange um den braunen Brei, bis sie total überrascht vor dem Umstand stehen, dass es einen solchen in nennenswertem Ausmaß gibt.

Einst hatten sich die wenigen Mütter und zahlreichen Väter der Verfassung etwas dabei gedacht, als sie fünf Prozent zur Hürde erhoben, dass nicht mehr zu sehr zersplittert werde, was sich zukünftig gegen diktatorische Zugriffe zu wehren hat. Aber die Richtenden von heute sahen ja die Verfassung in ihrer jetzigen Form für überholt an, meinten sie aufhübschen zu müssen, suhlten sich in Bürgernähe und glaubten fest daran, dass doitsche Lande inzwischen demokratisch exportfähig und damit keimresistent seien. Erfolg: Allüberall breiten sich die schon an ihren Physiognomien erkennbar herrenrassigen Edelmenschen aus, oder sie schminken sich stinkbürgerlich und posaunen als gewählte Volksvertreter ihren niederen Blödsinn unter dasselbe.

Und da meine ich nicht allein brettköpfige Hirnverweste, sondern auch Zeitgenossinnen und -genossen, die mit dem Begriff alternativ nicht mehr richtig umzugehen verstehen. – Mit dem niederen Blödsinn verbreiten, meine ich.

Nun ging erwartungsgemäß das eine oder andere daneben vor dem Dortmunder Rathaus bevor der Rat sich nach den Wahlen erstmals versammelte. Vielleicht nahmen manche die herrenrassig Dienstbekleideten auch ernster als es denen gebührte. Drohten den Herrenrassigen gar mit so was wie Körperlichkeiten, was denen sicher nur Recht gewesen wäre. Aber was Ordnung hütende Staatsbeamte inzwischen aufs Papier brechen, spottet jeder Beschreibung. Dass es dem einen oder anderen Mitglied der Antifa an einer ausreichenden Zahl von konstruktiv verknoteten Synapsen mangeln könnte, räume ich ja ein. Dass es auch politische Tätige geben kann, denen ein tiefer Blick in diverse Gläser schmackhafter Alkoholika zuzutrauen wäre, will ich zugeben. Dass dem normalen homo sapiens angesichts der wallhallenden Umnebelung herrenrassiger Nordstadtaura das eine oder andere böse Wort entfleucht, kann ich nachvollziehen. Aber über den Inhalt und die juristisch begründete Formgebung des Berichtes aus staatsschützender Feder schweige ich lieber still, sonst werde ich noch ausfallend.

Also mache ich es kurz: Es könnte einem ja himmelangst werden, wenn man den Staat von dergleichen Schützern vor herrenrassiger Unbill bewahrt wüsste. Aber, keine Sorge, sie sind sicher nicht alle so. Es gibt bestimmt auch welche darunter, die richtig schreiben können.

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