Alljährlich die gute Geste: Gemeinsames Fastenbrechen in der Moschee

Unna. Nicht mehr lange: Am 28. Juni 2014 beginnt für die über drei Millionen in Deutschland lebenden Muslime und für die Muslime in der ganzen Welt die wichtigste Zeit im Islam: der Ramadan. Fastenzeit ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und gilt als eine Zeit der Besinnung, der Mäßigung und der Meditation. Bis zum 30. Juli sind in diesem Jahr alle Muslime aufgerufen, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang enthaltsam zu sein.

Der Integrationsrat der Kreisstadt Unna und die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Unna e.V. laden als Zeichen des guten Zusammenlebens und gegenseitiger Wertschätzung zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftara) im heiligen Monat Ramadan am Montag, 30. Juni 2014 ab 21.40 Uhr in die Moschee an der Höingstraße 20 in Unna ein. Um den rituellen Ablauf zu würdigen, wird darum gebeten, mit dem Essen und Trinken bis nach Sonnenuntergang (ca. 22 Uhr) zu warten.

Um eine Voranmeldung wird gebeten bis Donnerstag 26. Juni 2014 per Fax 02303-103 607 oder E-Mail: integrationsrat@stadt-unna.de beim Integrationsrat der Kreisstadt Unna oder unter Tel. 02303-16778 oder per Fax 02303-239 831 bei der Türkisch Islamischen Gemeinde zu Unna e.V.

„Diese Einladung gilt für Muslime und Nicht-Muslime. Wir hoffen, dass viele Menschen unserer Einladung folgen werden, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen“, sagt Ksenija Sakelsek, Vorsitzende des Unnaer Integrationsrates.

Hintergrund: Fastenbrechen

Muslime dürfen im Fastenmonat Ramadan tagsüber keine Nahrung zu sich nehmen. Im Islam ist das Fastenbrechen der abendliche Abschluss eines Fastentages während des Ramadan mit dem Abendgebet bei Einbruch der Dunkelheit. Traditionell wird als erstes entweder eine Olive oder eine Dattel gegessen. Im Christentum ist Fasten auch bekannt, wenn auch nicht so verbreitet. Das Fastenbrechen ist auch hier mit einem Fest oder einer besonderen Mahlzeit verbunden.

Seit dem Fastengebot vor ca. 1400 Jahren haben Muslime diesen Monat als eine Gelegenheit betrachtet, die Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft unter den Menschen zu verbreiten. In der gesamten Phase haben sie sich bemüht, Hungersnot entgegenzuwirken, armen Menschen zu helfen und die Waisen zu unterstützen. Diese dauerhafte Tat ist gewiss ein beispielhafter Vorzug.

Eine wichtige Funktion dieser Zeit ist, dem Menschen, der in der heutigen Gesellschaft immer mehr sich vom sozialen Umfeld abreißt, alleine ist und sich immer mehr von menschlichen Werten entfremdet hat, in das gemeinschaftliche Leben wieder zu gewinnen und einzugliedern.Der Ramadan ist die Zeit der Besinnung und der Barmherzigkeit, in der die Solidarität zwischen den Menschen gestärkt wird, damit auch der Frieden in der Gesellschaft. Der Mensch fastet im Monat Ramadan nicht nur für Gott, sondern auch für die eigene Erziehung des Körpers und des Geistes.

Ramazan ayı tüm müslümanlara hayırlı olsun!

Beitragsbild: Es waren schon viele bekannte Gäste an der Moschee. Integration ist hier alles andere als ein Fremdwort.

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