An der Noooordseeküste … Was wird der Tidenhub der Zukunft uns noch bringen?

Ich bin ja nun in einem Schaffensalter, da man sich scheut, den käuflichen Erwerb einer mit Musik bespielten Blu-ray Disc ins Auge zu fassen. Das ist schon eine erschütternde Feststellung. Doch, seit ich – was ich so dann und wann gern tue – nach diversen Namen und deren Veröffentlichungszusammenhängen durchs Netz googelte und dabei auf den Umstand stieß, dass Prof. Dr. Christian Jänig, einst Geschäftsführer der Stadtwerke Unna, einen Vortrag beim Energieversorger in Beckum gehalten hat und daselbst klimatische Verhältnisse an die Wand menetekelte, die ich gar nicht mehr erleben möchte, seitdem bin ich meinem Alter weniger böse.

Oder vielleicht doch? Wäre es vielleicht doch spannend bei dieser Zukunft zuzusehen? Christian Jänig hatte seinen Vortrag einem Thema gewidmet, das er seit vielen Jahren bespielt und dankenswerterweise auch in die Unnaer Kommunalpolitik implantierte: das weltweite Klima und seine sich erwärmenden Veränderungen. Düster seine Beckumer Prognosen: „An der Dringlichkeit einer Neuorientierung ließ der Referent von der Hochschule Bremerhaven gar keinen Zweifel: Die Folgen einer
weiter fortschreitenden Erderwärmung führte er dem Auditorium mit
der Prognose von sommerlichen Nachttemperaturen von 40 Grad
und der Empfehlung vor Augen, Ferienhäuser in Küstennähe möglichst jetzt schon zu veräußern.“ So das Fazit im Geschäftsbericht der EVB.

Ich muss dringend Konrad Harmelink warnen, dass er sich in Greetsiel und um den Ostfriesland-Ort herum nicht mehr allzu intensiv um den Ankauf alter Deichhäuser mühen solle, die er dann mit Ehefrau Ellen liebevoll saniert und an kurwürdiges Urlaubspersonal vermietet. Auch dem Dortmunder Kuba-Helfer Friedhelm Böcker muss ich wohl raten nun seine Nordsee-Aufenthalte nur mehr kurzfristig zu planen, oder zumindest sein Motorrad für schnelle Fluchten bereit zu halten. Manfred Kowitzke und Bernd Berke, ja auch mir selbst werde ich wohl Erholungstage an der niederländischen Nordseeküste tunlichst versagen. Bei Fußnässe kann allzu leicht die Lunge entzünden. Aber vielleicht reicht es ja auch, den Tidenhub genauer zu beobachten als bisher.

Und ob der Referent wohl auch der Hochschule in Bremerhaven seine Tipps weitergegeben hat. Etwa, dass sie ihre Meeresrandlage dahingehend verändern möge, indem sie ihr Campus auf den sauerländer Gebirgshöhen aufschlagen möge, vorsichtshalber zumindest dergleichen Pläne in Betracht ziehen solle? Man weiß es nicht.

Aber es besteht ja auch die Möglichkeit, dass er seinen rotarischen Freund und ehemaligen Meister im Bürgermeisteramt Werner Kolter verunsichern wollte. Der hält nämlich auch ein Teileigentum an der Küste und radelt da gern mal durch die Flachlandgeografie, um sich vom Nordseewind das strapazierte Hirn frei blasen zu lassen. 

Nun kann man aber auch nicht ausschließen, dass derartige Endzeitprognosen auch der Immobilienwirtschaft dienen, denn wo dort oben Preise purzeln könnten, wäre deren steiler Anstieg in höher gelegenen Regionen voraussehbar. Gleichsam als Gewinnwarnung in Richtung der Ostfriesen-Immobiläre und Hausse-Prognose für deren sauerländische Kollegen.

Apropos Immobile, mag sein, dass er auch den im Sinne hatte, so als frisch hinzu gewonnener Fan des BVB. Quatsch, ich schweife ab.

 

1 comment for “An der Noooordseeküste … Was wird der Tidenhub der Zukunft uns noch bringen?

  1. 19. Juni 2014 at 20:54

    Genialer Text. Pulitzer-Preis winkt (das liebst Du doch, das ein Preis winkt….hohoho). Wir haben uns köstlich amüsiert und bereits den Makler beauftragt,unseren Kotten an den Markt zu bringen.
    Grüße von
    Simmi und Werner

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