Die kommen zwar von dort, wo der OB nicht tot überm Zaun hängen will, aber: Retter aus dem Kreis helfen auch heute in Düsseldorf!!!

Kreis Unna/Düsseldorf. Die Landeshauptstadt hat zwar eine vorlauten Oberbürgermeister, aber dazu können die Bewohner der Stadt ja nur mittelbar. Wer ahnt schon bei einer Kommunalwahl, dass der Gewählte irgendwann so flegelig abdreht? Also war es für die Retter aus dem Kreis Unna keine Frage. Hin und helfen!

Der Orkan in der Montagnacht hatte Düsseldorf total geschafft. Die Einsatzkräfte dort brauchten dringend Unterstützung. Im Kreis war man relativ glimpflich davon gekommen, also machten sich die Rettungskräfte auf den Weg an den Rhein.

Vor allem umgestürzte Bäume blockieren Straßen, Wege und Schienen in Düsseldorf und hatten ein Verkehrschaos ausgelöst. Die Verantwortlichen baten die Feuerwehren auch des weiteren Umkreises um Hilfe gebeten. Retter aus den Kreisen Unna und Soest und aus Hamm rückten deshalb unter Führung des Kreises Unna in den frühen Morgenstunden des Dienstags an Richtung Rhein, um bei der Beseitigung des Chaos‘ zu helfen.

Drei Kräfte von der Feuerwehr Unna, sowie weitere aus dem Kreisgebiet starteten  von der Kreisleitstelle aus mit den angeforderten Kettensägen und Schnittschutz-Ausrüstung in Richtung Düsseldorf. Diese so genannte 5. Kreisbereitschaft, die im letzten Jahr auch beim Elbehochwasser die Kräfte vor Ort unterstützt hatte, soll nun die erschöpften Düsseldorfer Einsatzkräfte ablösen. 

Und es geht weiter

Die Aufräumarbeiten gehen weiter: Auch am heutigen Donnerstag wühlen  sich Einsatzkräfte aus dem Kreis Unna und Umgebung durch das Unwetterchaos in Düsseldorf. Der dortige Krisenstab hatte die Retter aus unserer Region sofort um weitere Unterstützung gebeten. 

Es war eine kurze Nacht für die mehr als 120 Einsatzkräfte aus den Kreisen Unna und Soest sowie aus Hamm. Am Mittwochabend waren sie aus Düsseldorf zurückgekehrt – da hieß es Fahrzeuge auftanken, Motorsägen schärfen und die weitere Ausrüstung klarmachen. Denn heute Morgen um 5 Uhr sammelten sich die Kräfte erneut am Feuerwehr Service Zentrum Unna, um in die Landeshauptstadt aufzubrechen.

Das Bild, das sich den heimischen Rettern in Düsseldorf präsentierte, erschütterte selbst gestandene Kräfte. „Es ist schon dramatisch, man sieht hier keinen heilen Baum mehr“, schilderte der stellvertretende Kreisbrandmeister Alfred Krömer (aus Lünen) die Lage im Unwetter-Gebiet. Gemeinsam mit Heinz-Jörg Sommer, ebenfalls stellvertretender Kreisbrandmeister (aus Fröndenberg) führt er den Verband. 
Birgit Kalle

In Düsseldorf eingetrofffen wird mit den Kräften vor Ort abgestimmt, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird. - Foto: Stadt Unna

In Düsseldorf eingetrofffen wird mit den Kräften vor Ort abgestimmt, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird. – Foto: Stadt Unna

Inzwischen sind die Feuerwehrleute angekommen und warten auf ihrem Sammelplatz auf ihren Einsatz (siehe Foto). Wie lange dieser dauern wird, ist noch nicht bekannt.

Beitragsbild: Düsseldorf brauchte schnelle Hilfe: Sie traf schnell und zwar aus dem östlichen Revier.  Foto: Kreis Unna

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