Unwetter ging relativ schonend mit Unna um – Mancher Baum hielt den Ansturm aber nicht aus

Unna. Es war wohl „Schonzeit“ für unsere Stadt. Das heftige Unwetter über Nordrhein-Westfalen am Montagabend hat in Unna nur vergleichsweise geringe Schäden verursacht.

Die Feuerwehr musste 15 mal ausrücken, um Straßen, Gehwege und Häuser von abgebrochenen Ästen und entwurzelten Bäumen zu befreien. Im Einsatzbereich Unna wurden jedoch weder schwere Verletzungen noch erhebliche Beschädigungen gemeldet.

Insgesamt waren 76 Feuerwehrleute der Feuer- und Rettungswache, sowie aus den Löschgruppen Unna-Mitte, Königsborn, Massen, Afferde, Alteheide, Colonie, Billmerich und Kessebüren bis nach Mitternacht im Einsatz, um die Gefahrenstellen zu beseitigen.

Heute Vormittag wurde die Feuerwehr zu mehreren Folgeeinsätzen gerufen. So musste die Bahnlinie Unna-Hamm zeitweise gesperrt werden, da dicke Äste auf den Gleisen lagen. Weitere Schäden wurden von den Hauseigentümern zum Teil heute Morgen erst entdeckt und werden im Laufe des Tages abgearbeitet.

In Lünen ging’s weitaus übler zu

Kreis Unna. Die Vorläufer gab es schon am Sonntag. Am Pfingstmontag knallte, krachte, stürmte und schüttete es dann richtig: Über 460 Einsätze managte die Kreisleitstelle zwischen Montagabend und Dienstagmittag, die meisten davon in Lünen.

„Die Unwetterfront war angekündigt. Deshalb war klar, dass die Feiertage nicht ruhig ausklingen werden, sondern den Feuerwehren ein Großeinsatz bevorsteht“, unterstreicht Jens Bongers, der Leiter der Rettungsleitstelle beim Kreis. 

Was dann ab 21.30 Uhr kam, hatte sich gewaschen. „Wir verzeichneten fast im ganzen Kreis stärkste Regenfälle und orkanartige Sturmböen“, so Bongers. Die meisten der rund 460 Einsätze waren in Lünen (rund 200). Dort waren bis zum Morgen alle Feuerwehrzüge mit knapp 150 Kräften im Einsatz. Weitere Schwerpunkte waren Selm, Werne, Kamen und Unna.

Vor allem umgestürzte Bäume und große Äste mussten von Straßen, Wegen und auch von Häusern weggeräumt werden.

Nachdem es in der Nacht etwas ruhiger geworden war, stieg die Zahl der Schadensmeldungen am Dienstagmorgen wieder an und beschäftigte neben der Rettungsleitstelle und den Feuerwehren im Kreis auch so manchen Bauhof. – Constanze Rauert – 

Beitragsbild: So also sieht mein Walnussbaum von unten aus! Sven Brüggenhorst trauert um einen Wegbegleiter in seinem heimischen Garten, nachdem der Unwettersturm diesen gefällt hat. – Foto: Sven Brüggenhorst

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