Heinrich, Hannes und Aki – zwei spannende Fußball-Talks im Dortmunder U

Dortmund. Zwei hoch interessante Fußballtalks veranstaltet der Dortmunder Schriftsteller und BVB-Fan Heinrich Peuckmann während der Weltmeisterschaft im Dortmunder „U“. Bei beiden Treffen werden ehemalige BVB-Stars seine Gäste sein.

Heinrich Peuckmann und sein Freunde Hans Tilkowski vor dem Denkmal von Tofiq Bachramow, des betriebsblinden Linienrichters, der 1966 bei der WM in England mit seiner legendären Fehlentscheidung das "Wembley-Tor" in den Fußballgeschichte einbrachte. Hannes war damals im Tor der Nationalelf und protestierte vehement, wie wir wissen vergebens. Ich saß damals im Bunderpresseamt in Bonn wütend krähend vor dem Schwarz-Weiß-Bildschirm. - Foto: Privat

Heinrich Peuckmann und sein Freunde Hans Tilkowski vor dem Denkmal von Tofiq Bachramow, des betriebsblinden Linienrichters, der 1966 bei der WM in England mit seiner legendären Fehlentscheidung das „Wembley-Tor“ in den Fußballgeschichte einbrachte. Hannes war damals im Tor der Nationalelf und protestierte vehement, wie wir wissen vergebens. Ich saß damals im Bunderpresseamt in Bonn wütend krähend vor dem Schwarz-Weiß-Bildschirm. – Foto: Privat

Am Sonntag, 15. Juni um 11 Uhr, trifft Peuckmann den ehemaligen Nationaltorhüter Hans Tilkowski, WM-Teilnehmer von 1962 und 1966. Peuckmann wird einige seiner kurzen, humorvollen Fußballtexte lesen und ein Gespräch mit Tilkowskiüber alte und gegenwärtige Zeiten führen. Ein Thema wird dabei eine wichtige Rolle spielen, nämlich ihre gemeinsame Reise nach Baku, Aserbaidschan sein, wo Tilkowski vor dem Denkmal des Linienrichters Tofiq Bachramow eine viel beachtete Rede zum Fairplay hielt. Bachramow war jener Linienrichter, der die unvergessene Fehlentscheidung zum „Wembley-Tor“ traf.

Vierzehn Tage später, am 29. Juni, wieder um 11 Uhr, wird Peuckmann den Fanbeauftragten des BVB und Ex-Nationalspieler Aki Schmidt treffen. Auch in diesem Gespräch wird es um Borussia und die Nationalmannschaft gehen. Aki Schmidt war jener Borusse, der – obschon Nationalspieler – nicht am Endspiel 1957 seiner Borussia teilnehmen durfte und so den Meistertitel verpasste, den er allerdings 1963 gewann. (Anmerkung der Redaktion: Trainer Helmut Schneider wollte die personalidentische Aufstellung auflaufen lassen, mit der er und die Borussia schon 1956 Meister geworden war. Es spielten: Heinrich KwiatkowskiWilhelm BurgsmüllerHerbert SandmannElwin SchlebrowskiMax MichallekHelmut BrachtWolfgang PetersAlfred PreißlerAlfred KelbassaAlfred NiepiekloHelmut Kapitulski; Unnas Bürgermeister Werner Kolter kann die stets aus dem Kopf rückwärts, vom Sturm bis zum Torwart aufsagen).

Die Veranstaltungen finden in den Räumen im „U“ statt, in denen eine große, sehr interessante Fotoausstellung mit Bildern der gegenwärtigen Nationalspieler zu sehen ist. Regina Schmeken, die Fotografin, ist eine bekannte Künstlerin. Sie hat, da sie dem Fußball eher fern steht, einen ganz eigenen, anregenden Blick auf diesen populären Sport.Aber auch da passierten vor dem Endspiel herrliche Anekdoten, die den Titelgewinn gefährdeten. Aki Schmidt ist ein großer Fußballkenner und ein fast noch besserer Geschichtenerzähler. Fragen und Meinungen der Zuschauer sind bei beiden Talks ausdrücklich erwünscht.

Schriftsteller Heinrich Peuckmann hat viel über Fußball publiziert, zuletzt den Kriminalroman „Nach Abpfiff Mord“ über die Unkultur gewaltbereiter Fans, die Peuckmann, genau wie sein Kommissar Bernhard Völkel, aber nicht als solche benennen möchte. Im letzten Jahr erschien zudem der Roman „Saitenwechsel“, in dem ein Junge aus Managerfamilie gegen den Willen des Vaters zusammen mit proletarischen Kindern Fußball spielt. „Mit Lackschuhen schießt man keine Elfmeter“, urteilt der Vater. Auch daraus wird Peuckmann einen kleinen Auszug lesen.

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