Stadtwerke Unna: Wenn der Seewind weht, machen wir Watt draus

Unna. „Ein bedeutender Schritt für die Energiewende ist getan: „Mit der 40. und damit letzten installierten Windenergieanlage wurde am 1. Juni der erste Bauabschnitt im Trianel Windpark Borkum abgeschlossen“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Schäpermeier.

Noch an Land - so sehen die zerlegten Windräder aus, bevor sie offshore wieder zusammengefügt werden. - Fotos: Trianel

Noch an Land – so sehen die zerlegten Windräder aus, bevor sie offshore wieder zusammengefügt werden. – Fotos: Trianel

Die Stadtwerke Unna betreiben gemeinsam mit anderen Stadtwerken seit Juli 2013 ca. 45 Kilometer vor der Küste Borkums den Bau des Trianel-Windparks. „Es ist der erste Offshore-Windpark, der ausschließlich unter Beteiligung von Stadtwerken und regionalen Energieversorgern unter Federführung von Trianel realisiert wurde“, sagt Jürgen Schäpermeier. Die Stadtwerke Unna sind mit 7,2 Megawatt an dem 200-Megawatt-Projekt beteiligt. Nach Betriebsstart reicht die Beteiligung der Stadtwerke Unna für eine jährliche Stromproduktion von rund 30 Gigawattstunden
– rechnerisch genug, um elf Prozent der Unnaer Haushalte mit Strom
zu versorgen.

Von der Gründung der Projektgesellschaft im Juni 2008 über verschiedene planerische Vorstufen und den Baubeginn bis zur nun erfolgten Fertigstellung des ersten Bauabschnitts hat die Offshore-Industrie eine steile Lernkurve absolviert. Bei Arbeiten auf offener See 45 Kilometer vor Borkum und in Wassertiefen von bis zu 30 Metern, großer Witterungsabhängigkeit und zahlreichen Verzögerungen beim Netzanschluss wurde der Projektverlauf ständig angepasst und optimiert.

Nicht jeder mag diese Bilder, aber für eine gescheite Energieerzeugung mit Zukuftsaussichten sind sie wohl unverzichtbar.

Nicht jeder mag diese Bilder, aber für eine gescheite Energieerzeugung mit Zukuftsaussichten sind sie wohl unverzichtbar.

Nach schwierigen Installationsbedingungen in den Herbst- und Wintermonaten durch Wind und Wellen konnte im Frühjahr bei wesentlich besserer Witterung in mitunter nur zwei Tagen je eine Anlage errichtet werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Ausbaustufe wurde über eine Milliarde Euro investiert. Darin sind bereits Infrastrukturkosten für die zweite Ausbaustufe enthalten, die weitere 40 Anlagen umfasst.

Die 40 Windenergieanlagen des Typs Areva Wind M5000-116 mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt wurden innerhalb von knapp elf Monaten vollständig errichtet. Diese Areva-Turbine ist die erste, die bei einer Leistung von fünf Megawatt speziell für den Offshore-Einsatz konstruiert wurde. „Jetzt fehlt nur noch der Testbetriebsstart der Umspannplattform DolWin alpha und damit die erste Netzeinspeisung der Windenergie. Nach Angaben des Netzbetreibers TenneT rechnen wir damit noch in diesem Sommer“, so Jürgen Schäpermeier.

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