Christa und Theodor Heimann hinterließen der Bürgerstiftung ihrer Heimatstadt 2,5 Mio. Euro

Unna. So was liest man ja dann und wann mal, stets insgeheim staunend und dankbar bemerkend, dass es Menschen gibt, die sich ein beachtliches Vermögen erworben haben und solches nach ihrem Tode in den Dienst einer Gesellschaft übergeben, die sie lieb gewonnen hatten, die ihnen im Gegenzug ihre Offenheit und Obhut gab. Menschen, die etwas im wahren Wortsinne hinterlassen wollen und nicht fürs Ansammeln gelebt haben wollen. Und solches geschah unlängst auch in Unna. Die Bürgerstiftung Unna ist zum ersten Mal in ihrer noch jungen Geschichte mit einer solchen, sehr großen Erbschaft bedacht worden. Das Unnaer Ehepaar Christa und Theodor Heimann hat ihr mehr als 2,5 Millionen Euro hinterlassen.

 Das Vermögen wird als Stiftungskapital in die Christa und Theodor Heimann-Stiftung eingebracht. Diese wird als Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung im Sinne der Verstorbenen geführt.

Den Stiftern, dem Ehepaar Heimann, das eher bescheiden, unauffällig und sehr zurückgezogen in der Gartenvorstadt gelebt hat, war es wichtig, mit seinem Geld über den Tod hinaus vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie alte Menschen  zu fördern und zu unterstützen. Die jährlichen Zinserträge aus diesem beachtlichen Vermögen wird die Bürgerstiftung Unna nun in diesem Sinne verwalten und verwenden.

Theodor Heimann, 1926 in Hamm geboren und bereits 2011 im Alter von 85 Jahren verstorben, dürfte vielen Unnaern noch ein Begriff sein. Bereits Mitte der 1950er Jahre zog der Hammer Ingenieur nach Unna und eröffnete in der Massener Straße ein Vermessungsbüro, das in Wirtschaftswunderzeiten schnell florierte und lange Zeit erste und einzige Adresse für die Vermessung von Grundstücken, Gebäuden und Gelände war. 1993 setzte sich Theodor Heimann zur Ruhe, das gut geführte Büro wurde von Monika und Karl-Heinz Gadziak übernommen.

Christa Heimann, gebürtige Leipzigerin und die zweite Ehefrau von Theodor Heimann, konnte sich als ausgebildete Diplom-Kauffrau  – obwohl klein und zierlich – im Geschäftsleben gut durchsetzen. Sie überlebte ihren Mann Theodor um zwei Jahre, in denen sie sehr um ihn trauerte. Als auch sie stirbt – Frau Heimann wird 89 Jahre alt – hat sie längst ihren Nachlass zugunsten des Gemeinwohls geregelt.

Sie wollte am Ende Gutes tun – im Stillen, nachhaltig positiv wirken über den Tod hinaus.

Für Werner Overwaul, dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung Unna, ist diese Erbschaft ein großer Vertrauensbeweis. Aber auch Selbstverpflichtung, treuhänderisch mit dem anvertrauen Vermögen sehr verantwortungsvoll und immer im Sinne der Stifter umzugehen. „Das ist uns bewusst, und der Aufgabe stellen sich der gesamte Vorstand sowie die Mitglieder des Stiftungsrates gerne.“

Die Bürgerstiftung Unna wird der Familie Heimann ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Bürgerstiftung Unna aktuell

Gründung:                                                       5. Dezember 2006

Stifter:                                                               343

sowie:                                                                15 Stiftungsfonds und

                                                                               2 Treuhandstiftungen           Kapital:                                                            jetzt rd. 4,2 Mio. Euro

Beitragsbild: Das Ehepaar Heimann auf einer Fotografie aus den Jahr 1993. – Foto: Privat

 

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