Datendschungel beim Kreis ist schon in exterrestrischen Dimensionen

Kreis Unna. Diese Dimensionen sind gewaltig: Beim Kreis Unna gibt es über 200 zentrale Server, die einen Gesamtspeicher von rund 50 Terabyte haben. Würde man den Speicher in DIN A 4-Seiten umrechnen, reichte der Stapel bis in den Weltraum. 

Diese Zahlen gehen aus der Statistik der Zentralen Datenverarbeitung des Kreises Unna für 2013 hervor. Ein Terabyte entspricht 250 Millionen DIN A4-Seiten. „Dieser Stapel wäre schon 25 Kilometer hoch“, hat Hans Pankalla, Leiter der Zentralen Datenverarbeitung, ausgerechnet. „Unser Gesamtspeicher ergäbe einen Stapel bis in den Weltraum von 1.250 Kilometern Höhe. Er wäre 150 Mal so hoch wie der Mount Everest.“ 

200 Kilometer Kupfer- und Glasfaserkabel, ein Netz mit rund 1.000 stationären und mobilen Computern sowie 500 Druckern. Doch damit nicht genug: Außerdem greifen Nutzer von mehr als 1.000 externen Computern auf das Verwaltungsnetz des Kreises zu. Die Fachleute aus der Datenverarbeitung sorgen auch dafür, dass rund 1.600 Telefone in über 28 Telefonanlagen geschaltet und einsatzfähig sind.

Know-how ist ebenfalls notwendig, wenn es um die über 90 Switche und Router für 4.500 Netzwerkports geht. „Diese Switche muss man sich wie Weichen und die Router wie Vermittlungsknoten auf einer Autobahn vorstellen“, erklärt Hans Pankalla. Und auch auf der „Datenautobahn“ gilt: Gewusst, wo ein Abzweig hinführt.

Die Kreisverwaltung arbeitet mit 343 Softwareprodukten für rund 50.000 Softwareclients. Zu den Kunden zählen unter anderem Städte und Gemeinden, 13 Schulen im Kreisgebiet und die Kreispolizeibehörde. Und natürlich die Bürger, die online ihr Wunschkennzeichen reservieren können, die Geodaten abrufen oder sich im Internet über den Inhalt der Kreistags-Sitzungen schlau machen. – B. Kalle

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