Das Land macht ernst: Millionen fließen in die frühkindliche Bildung

Kreis Unna. Bildungsgerechtigkeit und Qualität sind die zentralen Punkte bei der anstehenden Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Schon im Kindergartenjahr 2014/2015 sollen die Verbesserungen in Kraft treten. Strategie ist, den Bildungsbegriff und die Ansprüche an frühkindliche Bildung gesetzlich zu verankern. „Dafür stellt das Land zusätzlich insgesamt 100 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung“, erklärt Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke. Davon profitieren auch die Kitas im Kreis Unna. Nach bisherigen Berechnungen erhalten die Jugendämter im Kreis Unna rund 1.025.000 Euro pro Kindergartenjahr für die Unterstützung von Einrichtungen in benachteiligten Sozialräumen.

Ein weiterer Schwerpunkt im neuen Gesetz ist die Sprachförderung: Oft brauchen Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder mit Zuwanderungsgeschichte mehr Hilfe bei der sprachlichen Entwicklung. Künftig sollen mindestens 5.000 Euro mehr an diese Einrichtungen gezahlt werden, um die kindliche Sprachbildung und -förderung weiter auszubauen. Zur Unterstützung der Sprachförderung erhalten die Jugendämter dann jährlich einen Betrag von 495.000 Euro.

Diese zusätzlichen Mittel von insgesamt 1.520.000 übersteigen den Landeszuschuss im Jahr 2013/14 um etwa 659.780 Euro. Die konkrete Verteilung des Geldes obliegt den örtlichen Jugendämtern und den Jugendhilfeausschüssen. Über diese Förderung hinaus sollen alle Einrichtungen pro Jahr und Gruppe nochmals durchschnittlich 2.000 Euro als Personalpauschale erhalten.

 

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