Letzter Beschluss des alten Kreistags: Wir geben Geld für ein Jahr Schulsozialarbeit

Kreis Unna. Fast 60 Schulsozialarbeiter atmen auf: Ihre über das Bildungs- und Teilhabepaket finanzierten Verträge sollten jetzt enden. Der Kreistag griff aber ein und finanziert die Arbeit bis Schuljahresende 2014/2015 weiter.

Mit dieser Entscheidung stellte sich das politische Gremium in der letzten Sitzung dieser Wahlperiode einmütig hinter Landrat Michael Makiolla und seinen Vorschlag, für den der Verwaltungschef wenige Tage zuvor bereits die Unterstützung der Bürgermeister erhalten hatte.

Das Geld für die kreisweit an über 80 Schulen tätigen Schulsozialarbeiter wird in zwei Margen ausgezahlt. Im laufenden Haushalt 2014 werden maximal 1,1 Millionen Euro außerplanmäßig bereitgestellt. Im Haushalt des kommenden Jahres soll dann nochmals maximal eine Millionen Euro eingeplant werden. Eingesetzt werden außerdem für Schulsozialarbeit zur Verfügung stehende, aber noch nicht ausgezahlte Mittel.

Einig waren sich Politik und Verwaltung, dass der Kreis aktuell wegen der unbestrittenen Bedeutung der Schulsozialarbeit und wegen der bestehenden Zeitnot angesichts der befristeten Verträge „in die Bresche gesprungen“ ist. Deshalb soll der Landrat weiter bei Bund und Land auf die Übernahme der Kosten oder zumindest eine finanzielle Beteiligung drängen.

Darüber hinaus wurde die Erarbeitung eines Konzeptes zur Weiterentwicklung und Finanzierung der „zusätzlichen Schulsozialarbeit“ ab dem Schuljahr 2015/2016 auf den Weg gebracht. „Zusätzliche Schulsozialarbeit“, weil schon vor Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes Schulsozialarbeiter an den Schulen im Kreis tätig waren. Mit diesen über 40 Personen verfügt der Kreis über rund 100 Schulsozialarbeiter in allen Schulformen.

Constanze Rauert

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