Nach der Wahl spart der Kreistag viel Papier ein: Die ganze Arbeit kommt aufs Tablet

Kreis Unna. Der Kreistag wird moderner. Mit der neuen Wahlperiode beginnt der Einstieg in die digitale, sprich papierlose Gremienarbeit. Wichtiger Effekt: Der Verzicht auf kiloweise bedrucktes Papier spart Geld.

Im Rahmen des Konsolidierungsprozesses 2010 war auch der Sitzungsdienst für den Kreistag und seine Gremien auf Einsparmöglichkeiten hin untersucht worden. In ersten Schritten wurde der Empfängerkreis für schriftliche Unterlagen reduziert und zudem ein neues virtuelles Kreistagsinformationssystem installiert.

Damit war der Weg für weitere konkrete Überlegungen zum Einstieg des Kreistages ins digitale Zeitalter frei. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe kümmerte sich um die notwendigen Programme, klärte Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit, während eine 20-köpfige Gruppe aus Politik und Verwaltung den Praxistest unternahm. Im Ergebnis empfahl die Arbeitsgruppe dem Kreistag den Einstieg ins digitale zum 1. Juni und damit zum Beginn der neuen Wahlperiode und bekam das erwartete „grüne Licht“.

Der Wechsel vom Papier zum Tablet-PC soll schrittweise erfolgen. Er wird bei der Arbeit des Kreistages und der Fraktionsgeschäftsstellen beginnen und dann auf Ausschüsse, Beiräte und Kommissionen ausgeweitet werden.

Für den Fall, dass alle Kreistagsmitglieder mitziehen, ist schon klar, was der Umstieg unterm Strich spart: rund 43.500 Euro gegenüber der auf gedruckten Unterlagen fußenden Kreistagsarbeit.

Constanze Rauert

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