Wer Steuergeld verschwendet, den soll das teuer zu stehen kommen: Banker, aufgepasst!

Da wird namentlich aus Wirtschaftkreisen und solchen, die Wirtschaftkreisen nahe stehen, brustschwellend gefordert, dass Politiker und -innen, so sie denn entscheidend daran mitwirkten, dass Steuergelder verschwendet wurden, mit harten Strafen bis hi zum Kerker rechnen müssten, Haftung zu übernehmen haben für ihr verschwenderisches Handeln.

Hört sich gut an, ist ganz so falsch sicher auch gar nicht.

Ich würde es nur genauso gern sehen, wenn Wirtschaftskreise und solche, die ihnen nahe stehen, das selbe für den aus Wirtschaftkreisen verursachten Steuergelderzumfensterauswurf gelten würde. Beispielsweise dafür, wenn Banker ihre Branche an den Rand des Ruins pokern und anschließend nach Steuergeld krähen, dass ihre systemgefährdenden Verluste damit wieder gekittet werden.

Oder, wenn Architekten und Bauwirtschaft Großprojekte erst in die Machbarkeitsschwelle rechnen und anschließend ins astronomische dehnen, dass man selbst mit den Steuergeldern ordentlich Gewinn macht.

Das, was wir so gern als „freie Wirtschaft“ adeln, ist ja immer nur so lange frei oder will es sein, wie das frei sein Profite glänzende Charts nach sich zieht. Bleiben die aus, findet sich auf allen Ebenen irgendwer, der falsch entschied, nur der oder die Wirtschaftsführer haben immer alles richtig gemacht, es sei denn, irgend so ein Bösewicht weist das Gegenteil nach. Das war aber dann auch bestimmt ein Sozi.

Aber natürlich sehe ich das alles viel zu schlicht, weil ich das ja auch bin. Schließlich habe ich ja nix vernünftiges gelernt, so was wie Betriebs- oder Volkswirtschaft. Ich bin eben nur einer, der von allem etwas und nix richtig kann.

 

1 comment for “Wer Steuergeld verschwendet, den soll das teuer zu stehen kommen: Banker, aufgepasst!

  1. 8. Juli 2014 at 15:49

    Die Meinung würde ich teilen, zum einen auf der politischen Seite wirklich bei Haushaltsuntreue einen Straftatbestand einführen bzw. eine Möglichkeit der Sanktionierung einführen und zum anderen auch ein Verbot aussprechen oder eine Gestaltung vornehmen die verhindert, dass privatwirtschaftliche Organisationen durch Steuergeld gerettet werden können. Könnte die privatwirtschaft doch auch lösen. Der Architekt der sich die Kosten schön rechnet muss bei Vergabe nachweisen, dass er die Kosten einhalten kann. Für die Einhaltung bzw. das Risiko der Nichteinhaltung kann der ja widerum privatwirtschaftlich eine Versicherung abschließen. Dann würde die Planung durch Sachverstand geprüft werden und bei den meisten Großprojekten gäbe es somit schon mal eine natürlcihe Selektion der Reailisierungsvorhaben bzw. des realistischeren Kostenrahmens und das Risiko ist komplett auf die Privatwirtschaft abgewälzt, die ja nun mal auch davon profitiert.

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