Überleitungsmanagement, alles im Dienste der Patienten

Kreis Unna. Einfach für die Patienten, gut organisiert für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. So soll der Wechsel von einer zur anderen Einrichtung sein. Helfen soll dabei ein ineinander greifendes Überleitungsmanagement.

Das Modellprojekt mit dem etwas sperrigen Namen „Entwicklung eines biografieorientierten und kultursensiblen Überleitungsmanagements“ wird unter Beteiligung des Kreises entwickelt. Der aktuelle Sachstand wurde bei einem Treffen des landesweiten Beirates im Kreishaus Unna ausgetauscht. Das Gremium setzt sich aus Fachleuten aus der Wissenschaft, Praxisforschung, Ausbildung, von der Landesseniorenvertretung und dem Landesintegrationsrat zusammen.

„Wenn sich ein Patient aus welchen Gründen auch immer nicht mitteilen kann, drohen Probleme, die den Genesungsprozess behindern und Fachpersonal unnötig zeitlich binden“, unterstreicht Christiane Weiling, Projektleiterin beim Projektträger gaus GmbH. Unter Beachtung des Datenschutzes und mit moderner EDV könnten bestehende Überleitungsbögen um wichtige Zusatzinformationen z. B. zum kulturellen oder religiösen Hintergrund ergänzt werden. „Dies sei hilfreich z.B. für Demenzkranke, für Behinderte, bei Sprachproblemen oder auch bei Alleinlebenden, die nach einer Operation nicht direkt ansprechbar sind“, erklärt Christiane Weiling.

Der im Modellprojekt erarbeitete Überleitungsbogen geht jetzt in den Praxistest in Krankenhäusern, Pflegebetrieben und Behinderteneinrichtungen. Einrichtungen, die mit testen möchten, können sich bei der gaus GmbH (office@gaus.de) oder bei (hans.zakel@kreis-unna.de)  melden. – Constanze Rauert

Beitragsbild: Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann (4.v.r.) begrüßt den Projektbeirat im Kreishaus. Foto: S. Mayer – Kreis Unna

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