Michael Makiolla erlebte in Lünen, wie Kinder den Einkauf auf Deutsch erlernen

Kreis Unna. Landrat Michael Makiolla kehrt nahezu von jeder Rundreise durch das ihm anvertraute Kreisgebiet mit einer sehr persönlichen Erfahrung zurück. Gerade die laufende Aktion „Landrat vor Ort“ bereitet ihm in dieser Hinsicht ein rechtes Vergnügen. Aus Lünen brachte er dieses Erlebnis mit:

„Bei ,Landrat vor Ort‘ habe ich heute in Lünen 4 Schülerinnen und Schüler aus Syrien und Italien getroffen, die erst vor kurzem nach Deutschland zugewandert sind und derzeit in eine Lüner Gesamtschule beschult besuchen. Zusammen mit ihrer Lehrerin stöberten sie heute über den Wochenmarkt, um das Einkaufen in Deutschland zu trainieren.

Für neu zugewanderte schulpflichtige Kinder und Jugendliche hat der Kreis Unna zusammen mit der staatlichen Schulaufsicht als erste kommunale Gebietskörperschaft in Nordrhein-Westfalen ein Verfahren entwickelt, um Kinder und Jugendliche, die aus dem Ausland zuziehen und z.T. weder Deutschkenntnisse noch Schulerfahrungen besitzen, angemessen zu unterrichten. Dazu sind in allen 10 Städten und Gemeinden spezialisierte Schwerpunktschulen eingerichtet worden, sog. „Go-In-Schulen“, deren Aufgabe es ist, diese Kinder und Jugendlichen in das deutsche Schulsystem einzugliedern.

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Unna in Bergkamen vermittelt dabei die Zuwanderer an geeignete Go-In-Schulen. Das Go-In-Verfahren für Schülerinnen und Schüler ist für mich ein wichtiges Instrument zur Integration zugewanderter Menschen in die deutsche Gesellschaft.“

Wie alltagsnah und Realitäts bezogen unterrichtet werden kann, erlebte Michael Makiolla hautnah mit. Es bestärkte ihn in der Überzeugung, mit dem landesweit beachteten Modellversuch auf dem richtigen Weg zu sein.

Das Bild zeigt Lünens Bürgermeister Willi Stodollik und Landrat Michael Makiolla im Kreise der wissbegierigen Kinder. (Foto: privat)

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