Glückwunsch, Bayern! Bewunderung, Begeisterung, Bejubelung einer Leidenschaft, die nur der BVB zeigen kann!!!

Nun lasse ich mir seit zwei Tagen unentwegt den mehr oder minder expertenträchtigen Diskurs um die Ohren wehen, ob Bayern besser, der BVB besser, Bela Rethy besser, Jochen Breyer besser oder Kloppo der Beste sei. Schluss jetzt! Dem FC Bayern muss mal ganz höflich zum Erfolg gratuliert werden. Punkt!

BVB_Pokal

Aaaber… dem BVB jubele ich meine begeistere Bewunderung zu, ich verneige mich vor dem Geist einer Mannschaft, in deren Reihen junge Spieler eingesetzt werden mussten, deren Namen die Gegner vor dem Anpfiff verduzt wahrnahmen: Geheimwaffen oder aus der Amateurreserve? Mein Applaus richtet sich an eine willensstarke Truppe, die auf dem Rollrasen des 40 Jahre alten Westfalenstadions bewies, dass ihr Trainer Recht hatte, als er den Blödfrager Jochen Breyer einfach stehen ließ, der ihm entlocken wollte, dass nach dem Hinspiel in Madrid der Drops gelutscht sei.

Nur die Madrilenen wissen einzuschätzen, wie haarscharf sie dem desaströsen Abschied aus dem Wettbewerb entgangen sind. Und die schweigen lieber darüber, was klug ist. Mag ja sein, dass sie sich anfangs zu sicher fühlten, aber am Ende hatte die Staransammlung weiche Knie von dem röhrenden Stadion, vor Spielern, die an diesem Abend in Weltklasseform spielten, vor leidenschaftlichen Ersatzleuten, die nach dem uralten Motto schier allgegenwärtig waren: „Beim Fußball geht es nicht um Leben und Tod, es geht um mehr!“ (Bill Shankly, Trainer FC Liverpool)

Und dieser Jürgen Klopp hat meine uneingeschränkte Verehrung. Weil er dieser für seine Philosophie offenen Mannschaft das Gefühl implantieren kann, dass an Tagen wie diesen kein Gegner übermächtig sein kann. An Tagen, da ein ausverkauftes Stadion, eine ganze Stadt, eine Region mit ihnen spielt und die elf auf dem Platz zeigen, dass alle für die Fans im Stadion, für die Stadt und die Region spielen.

Das sind so ein paar Gründe, warum mich das BVB-Spiel begeisterte und warum ich den Bayer höflich gratuliere. Die Stargeiger spuhlten ihr Programm gegen einen limitierten Gegner ab, ihr Trainer wirkte überwiegend wie ein gepflegter Banker, der Uli Hoeneß Anlagetipps unterbreitet und das verwöhnte Stadion und sein Inhalt grübeln noch heute, woran es liegt, dass die Dortmunder selbst dann mehr Spaß haben, wenn sie am Ende doch nicht weitergekommen sind.

„Papa, was ist eigentlich unmöglich?“ „Weiß nicht Junge, wir sind Dortmunder.“ (unbekannter Ruhrpott-Weiser)

2 comments for “Glückwunsch, Bayern! Bewunderung, Begeisterung, Bejubelung einer Leidenschaft, die nur der BVB zeigen kann!!!

  1. 10. April 2014 at 14:48

    ….aahh bravo, der Artikel spricht mir aus der Seele. Und gestern abend, als ich mir das Bayern-„Spiel“ ziemlich freudlos ansehen musste, wurde ich noch als einseitig und undeutsch-national bezeichnet. Ist doch fies, oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.