Wolfgang Barrenbrügge: RWE-Aktien machen dem Kreis längst keine Sorgen mehr

Kreis Unna. Einige Ruhrgebiets-Großstädte beziehungsweise ihre Tochtergesellschaften ächzen aktuell unter dem niedrigen Kurs der RWE-Aktien. Im Jahr 2013 war der Konzern tief in die Verlustzone gerutscht. Die kommunalen Inhaber großer Aktienpakete sind nun gezwungen, den dramatisch gesunkenen Wert bilanztechnisch zu erfassen, was teils zu erheblichen Eigenkapitaleinbußen führt.

„Im Kreis Unna können wir uns zumindest hinsichtlich RWE-Aktien entspannt zurücklehnen“, stellt Wilhelm Jasperneite, CDU-Fraktionschef, mit einiger Genugtuung fest. Der Landratskandidat erinnert sich: „Eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen beendete im Oktober 2007 die Diskussion. Gerade noch rechtzeitig, wie sich jetzt zeigt.“ Seinerzeit hatte die SPD und deren Landrat Michael Makiolla sich mit gegen einen Verkauf des Aktienpakets gewehrt.

Wolfgang Barrenbrügge. (Foto: CDU)

Wolfgang Barrenbrügge. (Foto: CDU)

Wolfgang Barrenbrügge, finanzpolitischer Sprecher der Christdemokraten, ergänzt: „Die Verkaufsentscheidung war goldrichtig. Wäre das Aktienpaket nicht veräußert worden, hätte der Kreis Unna jetzt einen Abschreibungsbedarf von rund 20 Mio. Euro. Dadurch wäre uns der gesamte Kreishaushalt um die Ohren geflogen. Was das für die ohnehin klammen Städte und Gemeinden bedeutet hätte, brauche ich wohl niemandem zu erklären.“

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