Zeitzeugen wie Hans-Jürgen Raulf: Als das DRK noch mit schmalem Besteck am Katatrophenort eintraf

Unna. Sie blättern durch alte Fotos, erinnern sich an Einsätze und planen schon ihr nächstes Treffen: Am vergangenen Samstag (29. März 2014) trafen sich in der Gaststätte „Am Kurpark“ 16 ehemalige Aktive des Deutschen Rotes Kreuzes in Unna. Im kommenden Jahr findet das Ehemaligen-Treffen zum zehnten Mal statt – und da soll das kleine „Jubiläum“ gefeiert werden.

Hans-Jürgen Raulf hatte seine früheren Mitstreiter eingeladen. Er selbst ist heute 71 Jahre alt, einen Großteil seines Lebens widmete er dem Ehrenamt. Mit 21 Jahren ist er in das DRK eingetreten, er gehörte zur Bereitschaft in Unna und zur Hilfszugsstaffel in Nottuln. Katastropheneinsätze gehörten für den früheren kaufmännischen Angestellten ebenso zum Alltag wie die Begleitung von Schützenfesten, Sportveranstaltungen und öffentlichen Veranstaltungen.

Sein Blick zurück gibt einen interessanten Einblick, wie das Rote Kreuz früher einmal arbeitete: Die Helfer waren ausgestattet mit einer kleinen Tasche – gefüllt mir Pflaster und Verbandsmaterial. Von modernen Hilfsmitteln wie Blutzuckertests oder Defibrillatoren waren die Rot-Kreuzler seinerzeit weit entfernt. Eine kleine Ausstellung mit ehemaligen Uniformen, Fahnen, Urkunden und Ausrüstungsgegenständen soll nächstes Jahr in die Vergangenheit zurückführen.

Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor den Ehemaligen. Auf der Liste stehen knapp 40 Mitstreiter – seinerzeit übrigens noch getrennt in weiblicher und männlicher Bereitschaft –, die einbezogen werden sollen – „und das sind noch lange nicht alle“, so Hans-Jürgen Raulf. Er wird weiter recherchieren und Dokumente zusammentragen.

Die Ehemaligen hatten sich bei ihrem Treffen viel zu erzählen und noch mehr fürs kleine Jubiläum im kommenden Jahr zu planen. (Foto: Peter Büttner)

 

 

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