Raimon Weber ist auf Arbeits-Kreuzfahrt mit der AIDAsol und führt die Mitreisenden ins Leben eines Krimi-Autors ein

Er ist der Unnaer Master of Suspence, er war schon eloquenter Talkmaster, ein Quizzer nahe der Altmeisterkunst eines Kulenkampff, seine Bücher finden ständig wachsendes Interesse, und nun geht Raimon Weber auf hohe See. Schon morgen, eine Woche lang, mit der „AIDAsol“ kreuzfahrend und das gespannte Bordpublikum unterhaltend.

Raimon Weber fotografierte einen hübschen Ausblick, Wetter offenbar sehr gut. (Foto: Raimon Weber)

Raimon Weber fotografierte einen hübschen Ausblick, Wetter offenbar sehr gut. (Foto: Raimon Weber)

„Das ist pure Arbeit“, sagt er überzeugend, nur gewürzt mit den Annehmlichkeiten, die so eine Seereise begleiten. Raimon Weber wird in dieser Woche acht Veranstaltungen auf dem Schiff moderieren, eigentlich mehr gestalten, denn Hauptdarsteller der Auftritte wird er selbst sein.

Raimon Weber live on stage auf der AIDAsol. (Foto: privat)

Raimon Weber live on stage auf der AIDAsol. (Foto: privat)

Ab geht es in Hamburg nach LeHavre, dann nach Southampton, Zeebrugge, Amsterdam und wieder zurück nach Hamburg. Während dieser Zeit ist  es an Raimon Weber, dass den Fahrgästen auch mal bei mittlerem Wetter nicht zu langweilig wird. Er will aber nicht allein aus seinen Büchern vorlesen, er will auch darüber erzählen, wie sie entstehen, Einblicke in die Arbeit eines Krimi-Autors geben, Recherchewege aufblättern (z.B. Gespräche mit bösen Jungs wie Serientätern) und von Phobien berichten, die Menschen so plagen können, dass sie unberechenbar werden.

Das ist ein liebes Thema des unterhaltsamen Erzählers, denn Phobien, das lässt er schon mal wissen, können wirklich abstruse Formen annehmen. Dutchphobie, zum Beispiel, die gibt es tatsächlich und beschreibt eine chronische Angst vor allem Holländischen, krass, nicht wahr? Und damit unsere von mir sehr geschätzten Nachbarn nicht böse werden, es gibt auch die Teutonophobie, die dem Deutschen nicht so wohlgesonnen ist. Der große Joseph Conrad litt darunter. Und, wissen Sie was Chromophobie ist? Klar, Raimon Weber weiß es. Das ist die Angst vor dem Geld. Unter der litt Uli Hoeneß sicher nicht, denn sonst hätte er in den vergangenen Jahren zu laut geschrien vor Pein.

Aber unser Seereisender will auch mit sehr praktischen und wichtigen Tipps aufwarten, die im Alltag sehr hilfreich sein können. Beispielsweise wie man seine Kinder mit Hilfe eines simplen „Passwortes“ davor schützen kann, zum falschen, hilfsbereit wirkenden „Onkel“ ins Auto zu steigen. Kann er das vereinbarte Stichwort nicht sagen, hat der verloren.

Raimon Weber freut sich auf seinen Arbeitsaufenthalt auf dem Luxusliner. Und ich wünsche ihm, dass er von der Kinetose verschont bleibt. So nennt die Wissenschaft die Seekrankheit und alle ihre Brüder und Schwestern.

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