Cappenberg soll Perspektive haben, aber nicht um jeden (Miet)Preis

Der Kreis möchte auch über 2015 hinaus Ausstellungen auf Schloss Cappenberg zeigen. Eine Fortsetzung des Mietvertrages ist deshalb erklärtes Ziel der Gespräche mit dem Schlossherrn. Verhandelt wird vom Kreis aber nicht um jeden Preis.

Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk (Foto: nowofoto – Kreis Unna)

Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk (Foto: nowofoto – Kreis Unna)

 

Der aktuelle Mietvertrag wurde 1985 zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Graf von Kanitz als Eigentümer des denkmalgeschützten Schlosses in Selm abgeschlossen. Parallel dazu unterschrieben LWL und Kreis Unna einen Untermietvertrag.

Seitdem nutzt der Kreis für seine drei bis vier Wechselausstellungen im Jahr rund 600 Quadratmeter im Mitteltrakt des Schlosses (Südflügel). Weitere 470 Quadratmeter werden teilweise gemeinsam mit dem LWL als Nebenräume (Werkstatt, Museumshop usw.) in Anspruch genommen.

Die Wechselausstellungen des Kreises gelten wegen ihrer Qualität, der regionalen Resonanz und des großen Besucherinteresses als eine „kulturelle Perle“ und als wichtiger Standortfaktor. Allerdings ist das Geld heute knapp. Deshalb soll die neue Miete nicht höher als die derzeitige (rund 90.000 Euro/Jahr) ausfallen.

Dafür würde der Kreis die Ausstellungsfläche auf rund 400 Quadratmeter verringern – genug Fläche für weiterhin anspruchsvolle Kunstpräsentationen. Vor allem: „In fremdes Eigentum werden wir in Zukunft auf keinen Fall mehr investieren“, unterstreicht Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk. Er zieht damit mit Blick auf die im derzeitigen Vertrag festgeschriebene Unterhaltungspflicht für „Dach und Fach“ eine deutliche Verhandlungsgrenze.

Die ersten Gespräche zwischen Landschaftsverband, Kreis und Eigentümer wurden bereits geführt. Grundlage für die Vertragsverhandlungen soll ein gemeinsam in Auftrag gegebenes Planungsgutachten sein. Es soll in einer ersten Stufe bis zu den Sommerferien vorliegen die notwendigen baulichen und technischen Veränderungen auflisten und einen Kostenrahmen abstecken.

Angesichts der für Ausstellungen üblichen langen Vorlaufzeit hat Dr. Wilk auch ein Zeitfenster. „Am Jahresende 2014 sollten die Verhandlungen möglichst abgeschlossen sein.“ – Constanze Rauert

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