Europa sollte den erstarkenden Euro-Feinden geschlossen begegnen

Sie heißen Geert Wilders, Marine Le Pein oder Nigel Farage, ihre Parteien werden rechtspopulistisch genannt, was in den Augen und Ohren aller, die glauben manches zu wissen, so viel bedeutet wie: nicht völlig faschistisch, aber doch bedenklich rechtsradikal. Die AfD, die Alternative für Deutschland des Bernd Lucke, wirkt noch ein wenig unentschieden ob sie sich mehr wissenschaftlich seriös geben will oder doch lieber den ständig stärker werdenden radikalrechten Inhalten nachgeben will.

Gemein ist ihnen eines: Sie sind entweder radikal gegen den Euro als Zahlungsmittel oder gegen die Europäische Union ganz allgemein, weil das schick und Wählerzugewinn bringend erscheint. Sie gerieren sich als Feinde des einigen Europa, sind aber ganz verrückt darauf, bei den anstehenden Wahlen zum europäischen Parlament anzutreten, dass sie möglichst viele Prozente abfischen.

Ein Grund dafür liegt auf der Hand. Es gibt ordentlich Kohle in die Kriegskasse der jeweiligen Parteien. Und natürlich auch in die Portemonaies der jeweils Gewählten. Das wäre ja schon mal Antrieb genug.

Aber die Parteiführenden, die sich gern, und das gilt für alle, die da gewaltig das antieuropäische Wort führen, wie Führer benehmen, haben natürlich auch weniger profane Gründe für das Engagement im ungeliebten Europaparlament. Ihnen steht der Sinn nach legitimierter Destruktion. Besser als man das als gewähltes Parlamentsmitglied kann, wird mensch nirgendwo die europäische Idee zerkratzen können. Vielleicht nicht final, so doch recht nachhaltig.

Es gab schon mal eine Partei, die sich heuchelnd den Mantel der demokratischen Gesetze um die Schultern schlug, um nach ihrer Wahl in eben diese gesetzgebende Versammlung die demokratischen Rechte außer Kraft zu setzen. Deshalb wären alle Demokraten in Brüssel gut beraten, dem rechten Unkraut kraftvoll zurückweisend zu begegnen, so dieses denn in die Parlamentssitze wuchern wird. Wer mit ihnen koaliert, verliert… zumindest das demokratische Gesicht.

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