Schnelle Bildung für eine gute Integration

Neu zugewanderte junge Menschen ohne Deutschkenntnisse sollen schnell in eine ihrem Bildungsstand entsprechende Schule kommen. Die Brücke dafür bauen im Kreis die „Go-In-Schulen“. Das dahinter stehende Konzept wird jetzt bundesweit vorangebracht.

Landrat Makiolla mit Sigrid Kuck (Bezirksregierung), Margot Berten (Schulamt), Steffi Stelzer und Elena Horn (r., Koordinatorinnen), sowie KI-Leiterin Mariana Raupach (v.l.). (Foto: C. Rauert – Kreis Unna)

Landrat Makiolla mit Sigrid Kuck (Bezirksregierung), Margot Berten (Schulamt), Steffi Stelzer und Elena Horn (r., Koordinatorinnen), sowie KI-Leiterin Mariana Raupach (v.l.). (Foto: C. Rauert – Kreis Unna)

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) und zwei Schulverbünde (Primar und Sekundar) mit elf Schulen aus dem Kreis sind dafür bei der Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) eingestiegen. Bis Ende 2017 wird das seit 2011 laufende Projekt mit dem eher sperrigen Namen „Schulische und sprachliche Integration von neu zugewanderten Kindern ohne Deutschkenntnisse – Go-In-Schulen“ wissenschaftlich begleitet, durch den bundesweiten Austausch weiter entwickelt und noch praxistauglicher gemacht.

Das Ziel von „Go-In“ ist nicht nur die schnelle und richtige Beschulung des zugewanderten Nachwuchses ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen. „Wir wollen Zuwanderung aktiv gestalten. Dazu gehört es, die Begabungen der zu uns kommenden Menschen zu entdecken, zu fördern und zu nutzen“, betont Landrat Michael Makiolla.Dafür arbeiten im Kreis seit 2011 alle infrage kommenden Stellen wie Ausländerbehörden, Schulamt, Bezirksregierung, Städte und Gemeinden, Gesundheitsamt zusammen. Um die Koordination kümmert sich das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Unna.

Vor Ort im direkten Kontakt vor allem mit Eltern, Kindern und Schulen stehen Elena Horn für die Primarstufe und Steffi Stelzer für die Sekundarstufe. Dass die beiden „Lotsinnen“ gut zu tun haben, zeigt eine Zahl: Rund 150 neu zugewanderte Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse werden jedes Jahr meist nur wenige Tage nach ihrer Ankunft im Kreis in „Go-In“-Schulen integriert.

Constanze Rauert 

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