Korrespondenten-Denkmal Jörg Armbruster legt seine Einschätzungen zur Lage in Nahost dar

Gewalt im Nahen und Mittleren Osten ist dramatischer Alltag, seit Jahrzehnten. Auch für uns Menschen im sicheren Westeuropa gehören blutige Anschläge und Terror schon zur Normalität – als Berichte im Fernsehen, in Zeitungen und im Radio. Dass diese Konflikte jedoch mehr und mehr Auswirkungen auf das Leben in Europa haben, ist nicht erst klar, seitdem die deutsche Bundesregierung beschloss, 10.000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen.

Jörg Armbruster. (Fotos: zib)

Jörg Armbruster. (Fotos: zib)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche tiefer gehenden Konsequenzen die Entwicklung in Syrien, Ägypten und anderen Krisenherden im Nahen und Mittleren Osten für uns hat, erklärt am 9. April ein hochkarätiger Gast in der Volkshochschule Unna Fröndenberg Holzwickede: Der langjährige ARD-Korrespondent Jörg Armbruster spricht in Unna über die Frage „Der Nahe Osten im Umbruch – was wird aus Ländern wie Syrien oder Ägypten?“

Mit Jörg Armbruster hat die Volkshochschule einen versierten Kenner der Länder des Nahen und Mittleren Ostens für diesen Vortragsabend gewinnen können. Der heute 66-jährige Armbruster war viele Jahre lang als ARD-Studioleiter in Kairo und Korrespondent für die nördliche Krisenregion auf dem afrikanischen Kontinent im Einsatz. Fast genau vor einem Jahr, am Karfreitag, 29. März 2013, wurde Jörg Armbruster bei Dreharbeiten für einen Dokumentarfilm im nordsyrischen Aleppo von Scharfschützen schwer getroffen und in einer Not-Operation gerettet. Im Oktober vergangenen Jahres wurde er mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ ausgezeichnet – verliehen von der Sparkasse Leipzig an investigative Journalisten und deren Förderer – und Armbruster erhielt den renommierten „Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis“, eine der höchsten Auszeichnungen für Fernsehjournalisten.

Jörg Armbruster Nahost
Bei seiner Lesung im Säulenkeller des Zentrums für Internationale Lichtkunst in Unna versucht Jörg Armbruster Antworten auf Fragen zu geben, wohin sich beispielsweise die Aufstände in den arabischen Ländern entwickeln und welche politischen Kräfte auf die Konflikte einwirken. Da er lange Jahre in den Gebieten gelebt und gearbeitet hat, weiß er auch, welche Wünsche und Gedanken die Menschen haben. Die schwierigste Antwort wird wohl jene auf die Frage nach einer Lösung sein.

Es gebe keine absoluten Wahrheiten, hat Jörg Armbruster in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ im vergangenen August gesagt, nur „Wahrnehmungen“. Auf diese Wahrnehmungen und kompetenten Einschätzungen des Nahost-Kenners dürfen die VHS-Besucherinnen und Besucher sehr gespannt sein.

Jörg Armbruster berichtet am 9. April zum Thema „Der Nahe Osten im Umbruch – was wird aus Ländern wie Syrien oder Ägypten?“ um 19.30 Uhr im Säulenkeller des Zentrums für Internationale Lichtkunst am Lindenplatz. Der Eintritt beträgt 8 Euro, Karten im Vorverkauf sind ab sofort im i-Punkt im zib erhältlich.

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