Annette Borowski verfasst zornigen Brief an die Parteiführung in Berlin

Während sich im fernen Berlin politisches Elitehandeln weicheiernd gegen nahezu vertragsbrüchige Hinhalteaktionen gegenüber den Kommunen und deren finanzieller Besserstellung wehren (kann man das so nennen?), regt sich die SPD-Basis mit Recht auf. Annette Borowski, SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Ratsfrau in Lünern, platzte heute morgen der Kragen. Gemeinsam mit ihrer Parteifreundin Anja Kolar, die als ihre Nachfolgerin für den Rat kandidieren wird, verfasste sie eine zornige E-Mail an den Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel und Yasmin Fahimi, die Generalsekretärin. Hier die Warnung aus Lünern gegen den waschlappigen Kurs zu Lasten der Städte und Gemeinden:

„Lieber Sigmar und liebe Yasmin,

ich bin entsetzt darüber, wie ein gegebenes Versprechen, um damals die Zustimmung zur Koalition zu bekommen, aufgeweicht wird.

Auf Grundlage eurer Versprechen haben wir es hier vor Ort geschafft, dass unsere Mitglieder diesem Vertrag zugestimmt haben.

Dies jetzt scheibchenweise aufzuteilen und gleichzeitig es in schöne Worte zu fassen, sorry, da schwillt mir der Kamm.

Wir stehen hier in unserer Kreisstadt Unna vor dem Kommunalwahlkampf.

Wie bitte sollen wir den Bürgern klar machen, dass es die Hilfe von 5 Milliarden nicht gibt und deshalb, um nicht in den Nothaushalt zu rutschen, die Steuern erhöht werden müssen!!

Herzlichen Glückwunsch – 2018 ist es zu spät für diese Hilfe.

Darüber solltet Ihr alle noch einmal nachdenken!!

Freundschaft

 

Annette Borowski

Annette Borowski

Annette Borowski

Ortsvereinsvorsitzende und Ratsfrau
Borchardstraße 4
59427 Unna
Tel.: 0160 83 84 205

3 comments for “Annette Borowski verfasst zornigen Brief an die Parteiführung in Berlin

  1. J.M.
    18. März 2014 at 19:14

    Tja. So ein Pech aber auch, wenn sich SPD Politiker vor Ort für die Entscheidungen ihrer Parteikollegen eine Etage weiter oben entschuldigen müssen. So intelligent und durchdacht handelt die GroKO in Berlin. Ich lach mich schlapp.

    • 18. März 2014 at 19:50

      Nun, J.M., ich finde es eindeutig klarer als schweigend das zu erdulden, was Berliner Politik nach unten so wetergibt. Zu dem selben Thema habe ich noch keine so klären Worte aus den Reihen der CDU gelesen. Die stellt nach meiner Erinnerung den Finanzminister und ist er größere Teil der Koalition. Also, worüber schlapp lachen. Über einen klaren Protets oder die schweigende Mehrheit?

  2. reinhardjacob
    18. März 2014 at 17:30

    …nachdenken? Was nachdenken? Die da jetzt ganz weit oben in Berlin haben doch schon vorgedacht, damals! Jetzt geht für die eigentlich nur noch mitdenken. MIt wem? Na, mit den Koalitionären, mit uns hier ganz unten schon lange nicht mehr!

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