Landrat kündigt an: Für ein Jahr springen wir bei der Finanzierung der Schulsozialarbeit in die Bresche

Der Kreis setzt die Schulsozialarbeit im bisherigen Umfang fort – zumindest für ein weiteres Jahr aus bislang zurückgestellten Mitteln, so lautet der Vorschlag der SPD-Kreistagsfraktion. „Wir wollen jetzt Sicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allem für die Schüler schaffen“, sagt Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso.

Landrat Michael Makiolla (Foto: NRWSPD)

Landrat Michael Makiolla (Foto: NRWSPD)

Landrat Michael Makiolla hatte just bei facebook gepostet: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Schulsozialarbeit im Kreis Unna auch nach Ende dieses Schuljahres weiter finanziert wird. Deshalb werde ich dem Kreistag vorschlagen, eine Rückstellung i.H.v. 1,9 Mio.€ im Kreishaushalt aufzulösen und für die Finanzierung der Schulsozialarbeit bis zum Ende des Schuljahres 2014/15 einzusetzen. Danach sehe ich den Bund oder das Land NRW in der Pflicht, diese wichtige Aufgabe fortzusetzen.“

Beschlossen werden kann dies vom Kreistag am 6. Mai diesen Jahres – einen entsprechenden Vorschlag von Landrat Michael Makiolla (siehe oben) wird die SPD-Kreistagsfraktion unterstützen.

Für die Absicherung des Schuljahrs 2014/15 steht eine Rückstellung beim Kreis von rund 1,96 Mio. Euro zur Verfügung – insgesamt werden rund 2,2 Mio. Euro für ein Schuljahr benötigt um die Schulsozialarbeit in bisherigem Umfang fort zu führen.

Befristet für die Jahre 2011 bis 2013 hatte der Bund den Kommunen mehr Geld für die Schulsozialarbeit freigemacht. Nach NRW flossen für diese Aufgabe rund 100 Mio. Euro pro Jahr. Jetzt erklärt Bundesministerin Andrea Nahles, diese Unterstützung der Kommunen nicht mehr fortzusetzen. Diese Absage löst Verwunderung bei Brigitte Cziehso aus, den der Bund profitiere von den Anstrengungen in den Schulen: Schulsozialarbeit trägt dazu bei, später erhebliche Mittel bei den Sozialausgaben zu sparen.

Und was noch verwundert: Es ist Andrea Nahles, die das kundtut und nicht der gestrenge Herr Schäuble, der auf dem Bundesgeld sitzt zu Lasten der Kommunen.

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