Kreis geht mit hauseigenem Sprachenpool gegen Fremdsprachlosigkeit mit vielen Einwohnern vor

Sprache verbindet – wenn man sich richtig versteht. Manchmal müssen aber erst Sprachbarrieren überwunden werden, damit die Kommunikation gelingt. Aus diesem Grund baut die Kreisverwaltung zurzeit einen Sprachenpool auf.

Sprachprobleme sind gerade dann ein großes Hindernis, wenn Bürger etwas mit einer Behörde zu regeln haben. Gelegentlich tauchen Situationen auf, in denen auch die Verständigung mit Händen und Füßen nicht klappt. An dieser Stelle soll der Sprachenpool weiterhelfen. „Wir haben ein riesengroßes Potenzial im eigenen Haus“, sagt Marina Raupach, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums (KI).

Französisch, Türkisch, Schwedisch, Russisch, Spanisch, Englisch, Polnisch, und, und, und: Die Fremdsprachenkenntnisse zahlreicher Kreis-Mitarbeiter sind exzellent. Sie beherrschen eine andere Sprache entweder aus rein persönlichem Interesse, weil sie selbst zu den 24 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Unna gehören oder eine längere Zeit im Ausland gelebt haben.

Mit ihren Sprachkenntnissen können sie Kollegen helfen, die vor einem ganz konkreten Verständigungsproblem stehen. Manchmal hapert es schließlich nur an einer einzigen Vokabel. „Oder es geht darum, ein Schriftstück richtig einordnen zu können“, erläutert Marina Raupach. Ein Mitarbeiter aus dem Haus kann in solchen Fällen oft schneller helfen als ein herbeigerufener Dolmetscher.

„Wir wollen eine kollegiale und bürgerorientierte Verständigungshilfe aufbauen“, fasst Marina Raupach zusammen. 13 Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen der Verwaltung haben bereits signalisiert, dass sie bei dem Projekt mitmachen wollen. – Birgit Kalle –

Geballte Sprachkompetenz: KI-Leiterin Marina Raupach (3.v.l.) baut mit Kollegen der Kreisverwaltung den Sprachenpool auf. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

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