Ein paar Gedanken zum Nachdenken für die FDP: Günter Klumpp findet den Vorschlag zur Radstation unsinnig und finanziell verheerend

Zum publizierten FDP-Vorschlag, die Radstation Unna komplett ohne Service und Personal zu betreiben, einige Hinweise Günter Klumpp:

Damit würde nach meiner persönlichen Einschätzung nicht nur der Sinn der Radstation als Schnittstelle im Umweltverbund komplett in Frage gestellt. Ganz sicher müsste die Stadt dann (wie u.a. Peter London/Verkehrsministerium oder der ADFC als Inhaber des Markenkonzeptes bestätigten) mit der Rückzahlung der für den Bau der Radstation geflossenen Fördermittel des Landes rechnen.

Nach dem bis heute gültigen Markenkonzept gilt: „Fahrradstationen sind witterungsgeschützte Fahrradabstellanlagen mit den Kernfunktionen

  • Bewachung
  • Verleih
  • und Fahrradservice
  • sowie zusätzlichen Dienstleistungen.“

(Markenkonzept S. 8).

Die Förderrichtlinien für Radstationen, nach denen die meisten der Radstationen im Kreis, gerade auch die in  Unna vom Land gefördert wurden, setzen auch folgende Pflichten für die Förderung voraus:

  • Bewachung und Witterungsschutz (als Mindestvoraussetzung)
  • Pannenhilfe, Fahrradwartung und Fahrradreparatur,
  • Fahrradverleih
  • weitere fakultative Dienstleistungen wie Fahrradkurierdienste, Verkauf von Fahrradkarten und – literatur, Mobilitätsberatung.“

(FöRi-Sta – Land NRW, Erläuterung siehe Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Fahrradstationen in NRW, eine Idee wird Programm, 2. Auflage, Düsseldorf 2006, S. 9)

Auch die neuesten Veröffentlichungen des NRW-Verkehrsministerium (Fahrradstationen in Nordrhein-Westfalen – Leistungsfähige Schnittstellen für einen starken Umweltverbund, Düsseldorf 2011) unterstreichen das Markenkonzept: „Entscheidende Voraussetzungen für die Nutzung der Marke sind die Basisfunktionen bewachtes Fahrradparken, Reparatur sowie Vermietung von Rädern.“ (ebenda, S.11).

Kurz: Die FDP-Lösung würde zu sechstelligen Rückzahlungen führen. Der Weiterbetrieb ohne Personal ist angesichts der Chiplösung für einen 24-Stunden-Zugang gar nicht möglich.

1 comment for “Ein paar Gedanken zum Nachdenken für die FDP: Günter Klumpp findet den Vorschlag zur Radstation unsinnig und finanziell verheerend

  1. Wolfgang Barrenbrügge
    14. März 2014 at 18:30

    Günter Klumpp hat völlig recht

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