So kann es funktionieren mit dem Verurteilen von Vorurteilen

Am 1. Januar fielen die letzten Arbeitsmarktbeschränkungen für Bulgaren und Rumänen; die meisten, die in Deutschland arbeiten wollen, werden vermutlich Roma sein. Im Ruhrgebiet sind es bereits jetzt Zehntausende, weitere werden folgen. In die Schlagzeilen kommen nur die negativen Geschichten. So wie jene aus Duisburg Rheinhausen, wo das sogenannte Problemhochhaus steht. Dort lebten laut Medienberichten bis zu tausend Roma auf engstem Raum. Das schürt Ängste, Vorurteile und Ablehnung.

Um die Diskussion auf eine sachliche Ebene zu bringen, lädt der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna im Rahmen der AntiRassismuswoche am Mittwoch den 12. März 2014 um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung im Cafe im ZIB ein. Als Referent wurde Hans Peter Weyer, Sozialberater und Familiencoach aus Duisburg eingeladen.

Er ist Vorsitzender des Vereins „Wir gehen mit Die Mitläufer e.V.“ und in der Beratung und Begleitung hilfebedürftiger Menschen tätig. Dazu zählen auch die Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien. Nach einem Kurzfilm zur Situation der Roma in Serbien und Kosovo, wird Hans Peter Weyer die in den Köpfen der Menschen häufig vergessene Unterscheidung von Rumänen und Roma näher erläutern. Dazu wird er die geschichtlich entwickelten Vorurteile gegenüber Roma beleuchten und dann auf die daraus resultierende Situation der Zuwanderer am Beispiel Duisburg eingehen und erzählen was hier bisher getan bzw. (nicht) erreicht wurde. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus, dem Integrationsrat und Amnesty International veranstaltet.

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