Ach nee… beim Biosprit stimmt die Ökobilanz nicht? Wusste man schon vor drei Jahren!

Was haben sie den erhöhten Biosprit-Anteil im E10 gepriesen. Die unmittelbare bevorstehende Rettung des Klimas vor dem bitterbösen Wandel wurde gemenetekelt. Der Fortschritt Europas auf dem Weg in ökologische Zukünfte stünde auf dem Spiel, wenn bundesdeutsche Kraftfahrer sich verweigerten. Und heute, drei Jahre danach? Es gebe ernste Hinweise, dass Biokraftstoffe am Ende eine schlechtere Ökobilanz aufwiesen, kleinlautete es Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) Munde vor wenigen Tagen.

Als wäre diese Erkenntnis nicht schon vor 36 Monaten verkündet worden, als hätten das nicht andere gleichlautend analysiert, als würden heute nicht Wahrheiten veröffentlicht, die schon vor drei Jahren solche waren. Nur wollte die damals keiner hören, weil sie selten von den richtigen Politikern geäußert wurden, noch seltener den richtigen Wirtschaftsorganisationen zugeordnet waren und nie von der Mineralölwirtschaft kamen.

„Vor einem Jahr habe ich geglaubt, E10 setze sich wegen des Preisvorteils durch“, wird Aral-Chef Stefan Brok jetzt im Handelsblatt zitiert. „Das sieht nicht mehr so aus.“

Klartext: Wir haben uns damals mehr Gewinn versprochen, leider fehlkalkuliert. Und nun brauchen wir den Unsinn langfristig auch nicht mehr. Folglich wird auch die politische Unterstützung nicht mehr benötigt.

Ist ja eigentlich schon tragisch, dass eine sozialdemokratische Umweltministerin nun bald das zu beerdigen hat, was unter anderem grünerseits einst flächig bejubelt wurde und von heutigen Koalitionspartnern für ökologisch wie ökonomisch unverzichtbar erachtet wurde. Ich stelle aber der Fairness halber fest, dass es auch laute grüne Stimmen gab, die den Biosprit-Blödsinn kritisierten.

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