Vor 70 Jahren endete die schreckliche Existenz des Buchenwald-Außenlagers in Unna

Hartmut Ganzke, SPD-Landtagsabgeordneter aus Unna (da genauer aus Massen), erinnert gern an einen Jahrestag, der nicht in jedermanns Gedächtnis blieb. Er steht sozusagen vor der Türe: Es war am 2. März vor 70 Jahren, da endete ein dunkles Kapitel in Unnas Geschichte. Das Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Gelände der damaligen SS-Kaserne (später die Hellweg-Kaserne der 7. Panzerdivision) wurde geschlossen.

„Man sollte gerade zur heutigen Zeit darauf achten, dass solche Gedenkmomente nicht verloren gehen“, sagt der Sozialdemokrat. Sie seien wesentlich dafür, dass eine Stadt, eine Region sich stets damit auseinandersetzt, um Zugriffe auf Freiheit und Demokratie in Zukunft verhindern zu können. „Nur, wer die Vergangenheit kennt, kann Lehren aus ihr ziehen“, sagt Hartmut Ganzke. Als gutes Beispiel nennt er die Art wie in Unna der Gedenktag zu Auschwitz-Befreiung begangen wird.

Er war es, der gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Geschichte des KZ-Außenlagers untersuchte, sie aufschrieb und ihre Bedeutung analysierte. „Das Heft habe ich stets aufbewahrt und hüte es“, sagt er. Gerade für seine Partei empfinde er es als Verpflichtung, auch schlimme Erinnerungen zu bewahren, dass es hohe Empfindlichkeiten gebe, um zukünftige Übel abwehren zu können.

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