Annäherung ans Hole in one: Defis auf Golfanlagen mehren sich

„Das allgemeine Bewusstsein über den ,Plötzlichen Herztod‘ und dessen wirkungsvolle Bekämpfung durch die intensive Verbreitung von mobilen Defibrillatoren wird immer mehr geschärft“, freut sich Helga Darenberg, Vorsitzende des Vereins „definetz e.V.“. Ihr Verein kümmert sich seit Jahren darum, dass die Aufmerksamkeit für das Problem erhöht wird, arbeitet auf unkonventionellen Wegen an Neuerungen (im vergangenen Jahr nahezu weltweites Echo auf einen „Defikopter“, der mit Hilfe einer Heigh-Tech-Drohne das Rettungsgerät an schwer zugängliche Orte transportiert) und stellt eine Art Kataster von Defibrillatoren-Standorten zusammen.

Helga Darenberg nennt als Beispiel für das zunehmende Problembewusstsein im Lande die Golfclubs in NRW. 172 zählen sie und viele ihrer Mitglieder gehören zur gefährdeten Gruppe von Menschen, die der Plötzliche Herztod ereilen kann. Immerhin, das stellt Helga Darenberg fest, haben sich 106 der Vereine bei definetz zurückgemeldet, als sie dessen Anfragen bekamen. 79 Golfclubs sind mit eigenen mobilen Defibrillatoren ausgestattet, die von jedem Laien lebensrettend bedient werden können. Sieben Clubs planen nachweislich die Anschaffung eines Gerätes. „Nun gilt es noch die verbliebenen 21 und vielleicht noch mehr zu überzeugen.“ Und – Helga Darenberg weiß – es sah vor einem Jahr noch wesentlich schlechter aus.

Auch Vereinsschriftführer Friedrich Nölle, auf dessen Initiative die laufende bundesweite Untersuchung zurückgeht, deren Ergebnisse in ein ständig fortgeschriebenes „defikaster“ einfließen, weiß um die dringende Notwendigkeit, aufklärende Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Er ist ungemein zufrieden mit dem Echo, das seine Untersuchung der Ausstattung deutscher Ferieninseln mit den lebensrettenden Defis hatte. „Es greifen immer mehr Vereine, öffentliche Verwaltungen und auch Unternehmen unser Thema auf und suchen nach Wegen das Angebot zu verbessern“, erklärt er.

Immerhin, inzwischen sind im „defikaster“ mehr als 10.000 Standorte bundesweit festgehalten, an denen Defibrillatoren zur Verfügung stehen. Tendenz steigend. Friedrich Nölle stellt überzeugend klar: „Tatsächlich kann im Falle des Plötzlichen Herztodes nur Herz- Lungen-Wiederbelebung und der schnelle Einsatz eines Defibrillators Rettung bringen, aber dafür stehen nur wenige Minuten zur Verfügung.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.