„Verwahrlosung“ allüberall, Unna ist ja kaum mehr wiederzuerkennen

Unna „verwahrlost“also! Namentlich im direkten Umfeld des Rathauses, wo sich genau dort doch so viele tagsüber aufhalten, deren Aufgabe es doch sein müsste, solches zu verhindern. Es gibt folglich nur zwei Möglichkeiten: Entweder sind alle Rathäusler schwachsichtig, sobald sie dasselbe verlassen, oder mit der Wortwahl kommt das nicht ganz zutreffend hin. Ich tendiere zur zweiten Möglichkeit.

In Unna ist sicher nicht alles perfekt, es muss auf jeden Fall ständig daran gearbeitet werden, dass Mängel beseitigt, Fehler korrigiert und Schäden ausgebessert werden. Aber verwahrlost?

Da stellen sich Bilder vor dem inneren Auge ein, die von Unrat an jeder Ecke künden, von armseligen Menschen, die um Brotkrumen betteln, von Kindern, um die sich niemand kümmert, von gesellschaftlicher Unordnung auf allen Ebenen, von unsozialem Alleinlassen usw. Also eher mal ein Szenario, dass mit Teilen der South-Bronx vergleichbar wäre.

Unna kann und will als Kommune sicher nicht für sich in Anspruch nehmen, perfekt und nahezu rein zu sein. Aber Kernbereiche der Stadt mit dem Begriff der Verwahrlosung zu belegen, wie dies dann und wann auch Anlieger tun, ist mit übertrieben nur unzureichend umschrieben.

Und noch eines: Jeder Unrat, der irgendwo in der Stadt störend herum liegt, ist nicht vom Himmel gefallen, sondern sein Ursprung ist ein menschlicher. Etwas weniger Nachlässigkeit im Umgang mit Zivilisationsresten wäre hilfreich, die Kollegen der Stadtbetriebe bestätigen das gern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.