Bodo Goeke erinnert sich: Als ich noch mit 36-er Filmen handbelichtet Foto-Disziplin halten musste

Bodo Goeke war Fotograf bei der Westfälischen Rundschau. Immer wieder holte er sich Preise ab für Momentaufnahmen, die kein anderer Kollege so fertigbrachte wie er. Immer, wenn ich sah, wie er durch ein ganz eigenwilliges Auge schaute und alltäglich scheinende Bilder so festhielt, dass sie einzigartig wurden, in szenischer wie kunstvoller Weise, blieb zumindest mir meist die Erkenntnis, dass ich mich darauf beschränken sollte, mich als ambitionierter Knipser zu bezeichnen.

Bisweilen fallen Fotografen, die lange ihrer faszinierenden Leidenschaft beruflich und privat nachgingen, Schätze in die Hände, die ihre Erinnerung angenehm aufschäumen. Manchmal finden Sie auch Fotografien, die sie selbst zeigen, also kaum von ihnen stammen können. Hier ist ein Beispiel aus Bodos unerschöpflichem Fundus.

Er schreibt dazu:
„Über vierzig Jahre zurück, ich stehe mit meiner FTQL von Canon um den Hals und der Leica M2 in der Tasche in der großen Halle, in der damals das Kaltwalzwerk von Hoesch untergebracht war. Hoesch gibt es nicht mehr, mich gibt es noch, Gott sei Dank. Ach so, was ich sagen wollte, es war eine schöne Fotografierzeit, keine Digi, kein Motor unter Kamera und „nur“ 36 Negative zum belichten.“

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