Olympia gucken, nöö danke, kein Interesse

Ich kann mir beim besten Willen nicht helfen. Durch jeden Sender, durch jede Gazette, durch jedes Medium, durch mein sperriges Bewusstsein wabern die Olympischen Spiele in Sotschi. Dabei interessierten mich Wettbewerbe rund um den Wintersport nur einen kurzen Zeitabschnitt, der exakt die Spanne umriss, während der Xaver Unsinn Nationaltrainer der deutschen Eishockey-Mannschaft war. Und schon gar nicht bei den Spielen die um diese Korruptionmaschine rund um fünf Ringe ausgerichtet werden.

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Aber so recht ignorieren kann mensch sie anscheinend nicht, denn jede und jeder redet, schreibt oder berichtet über die Ereignisse rund um die panglobale Werbeshow. Okay, muss ich wohl mit leben.

Ich kann nur eines mit aller Konsequenz tun: Ich kann das Zuschauen verweigern. Ich schaue mir Vieles im TV an, nur nicht wie knautschzonenlose Menschen mit aberwitzigen Geschwindigkeiten Steilhänge hinabstürzen, nur nicht wie magersüchtige Hänflinge nach dem Absprung vom Schanzentisch ihre Federgewichte weit fliegen lassen, nur nicht wie dopinggepumpte Mädel mit Oberschenkeln meines Bauchumfanges kufenflitzend Rekorde brechen, nur nicht wie Modellathleten mit trainingsbedingten Kindheitsverlusten Pirouetten drehen, nur nicht wie sich stolzgeschwollene Funktionäre und internationale Polit-Profis sich in den Erfolgen andere, die die Arbeit hatten, sonnen. Nee, nur das nicht.

Die nationale und internationale Sportpolitik wird es auch noch schaffen, mir den Spaß an der Fußball-WM zu vermiesen. Ist ohnehin nicht mehr sonderlich ausgeprägt, es sei denn, es stehen richtig viele Dortmunder auf dem Feld.

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