Witz, oder WAZ? Digital will die Gruppe ab März es in Berlin funken lassen!

Das war’s dann wohl. Jahrzehnte lang war die WAZ mit fetter Typografie und schreiend roter Farbgebung geradezu das Ruhrgebiets-Symbol für ruhiges Aufstreben und standhafte Standorttreue. Nun werden, anscheinend folgerichtig nach dem Mega-Deal mit Springer, moderne Teile der Gruppe in die Hauptstadt ausgelagert.

Denn über eine Pressemitteilung des Verlages teilt der mit:

SPätfolgen des Mega-Deals mit Springer: Die WAZ geht ab März digital nach Berlin. (Montage: Rudi Bernhardt)

Spätfolgen des Mega-Deals mit Springer: Die WAZ geht ab März digital nach Berlin. (Montage: Rudi Bernhardt)

 

 

 

 

 

 

 

 

„ESSEN, 07.02.2014. Die FUNKE MEDIENGRUPPE baut in Berlin ihr neues digitales Entwicklungs- und Servicezentrum auf. FUNKE DIGITAL wird ab März 2014 aus der Bundeshauptstadt das Digitalgeschäft für alle journalistischen Produkte des Unternehmens bündeln und vorantreiben.“

Der Beginn eines Endes von Reviergebundenheit und selbstverpflichtendem Zugehörigkeitsgefühl für eine Region, die Kraftspender für die gesamte Republik war und ebenso für diesen Zeitungsverlag, der sein Wachstum aus ihr sog?

Zumindest kein Signal, das Zuversicht verbreitet. Zumindest auch kein Signal dafür, dass ein Unternehmen seine eigene Zukunft mit einer angestammten Metropolregion verbindet. Und zumindest auch kein Signal dafür, dass hier in Nordrhein-Westfalen dieses Unternehmen die Kreativität vermutet, die es für seine digitale Fortentwicklung (wurde ja auch lange genug verschlafen) benötigt.

WAZ und Ruhrgebiet, das gehörte zusammen Kohle und Stahl. Man kann es bedauern, dass es anscheinend nicht mehr lange so sein wird. Aber Zeiten ändern sich nun mal, und mit ihnen auch überlieferte Philosophien alteingesessener Unternehmen.

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