2. Februar 2014: The Day After

So ist das also! Heute ist der 1. Februar 2014, folglich war gestern der 31. Januar 2014, und dieses Datum meldete mir schon geraume Zeit, dass es das Ende meines Regel-Arbeitslebens markiert. Nur, damit jedermensch die Tatsache auch wirklich klar ist (ich gehe gerade in die daran-gewöhn-Phase über): Ich absolviere momentan den ersten Tag meines Rentner-Daseins.

Rathaus Unna
Gestern kurz vor halb drei… noch einmal ein Blick aus dem Fenster in die Bürgerhalle des Rathauses, dann den Schlüssel umgedreht, den ich am Montag endgültig abgeben werde und noch einmal bei Cola und Café mit Sebi quatschen, werden wir auch in Zukunft machen, nur ich in anderem Rollenverständnis, eben nicht mehr im Job stehend, sondern vermutlich distanzierter von dessen Alltags-Zwängen.
Morgens kamen viele Freunde, Karl, Werner, Uwe, Matthias. Da fielen ausreichend gute Worte um mich verlegen zu machen.
Beim unvermeidlichen Frühstück mit Jörg und Heinz noch mal Tagesanalysen im Schnelldurchlauf. Die Besatzungen der liebgewonnenen Nachbarbüros angeführt von Oli, der viel zu treffende Worte zu finden pflegt, warteten schon, und wieder musste ich alles sammeln, um Körperbeherrschung zu bewahren. Jan gesellte sich hinzu. Beziehungsreiche Gaben zum adé.

Ich groß
Heinz zitierte virtuos nachgedichtet des Meisters Bob Dylan Lyrik, richtete ausdrücklich Grüße von Jochen aus. Und Annette sagte zum ersten Mal vertrautes „Du“, und dass sie immer einen Kaffee habe, wenn ich demnächst Guten Tag sage.
Bis Mittag wurden noch Reste aufräumt, 14 Jahre sah das Büro nach mir aus, nun wirkt es fast fremd. Anrufe wie zuvor, jeder irgendwie letzter in der alten Art. Muss ich das betrauern? Doch, in handverlesenen Fällen schon. Die Anrufer dieses halben Tages waren ohnehin nicht die, die mir den Abschied erleichtert hätten, die schwiegen an diesem Tag. Gut so.
Okay, nehme ich ein paar Erinnerungen mit, okay, nehme ich sehr persönliche und ehrlich gemeinte Geschenke mit, okay, nehme ich die Sicherheit mit, dass es einige Freundinnen und Freunde geben wird, die meine naseweise Nähe auch zukünftig nicht scheuen werden. Unter Strich nehme ich ganz viel mit, nicht wahr?

1 comment for “2. Februar 2014: The Day After

  1. 1. Februar 2014 at 21:51

    …na dann herzlich willkommen bei den Rentieren, oder wie die „Altersweisen“ so genannt werden. Und noch gaaaanz viel Spaß
    beim nochälterwerden, ha!

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