Sebastian Laaser japste: Eine Halbschicht Würstchen braten ist verdammt angestrengend

„Uff, die alle, die auf dem Weihnachtsmarkt an den Ständen arbeiten, haben einen verdammt schweren Job“, japste Sebastian Laaser, nach einer Halbtagsschicht am Würtchenstand von Kalla Wendler und seinem Sohn Kalle (man bemerke, dass die beiden Namen sich durch das „e“ unterscheiden). Stundenlang hatte unser Sebi, der für seinen Bienenfleiß bekannt ist, allerdings auch für seine zurückhaltende Gesprächsführung, bei den Wendlers mitgeschafft, und er staunte schnell, dass es anstrengend ist, für vorbeieilende Kunden schmackhaftes Gebrät zu bereiten und dabei einen heißen Bauch und ein ziemlich kühles Gesäß zu haben.

Wie es dazu kam? Ich schrieb’s ja. Sebastian hat ein sympathisch-vorlautes Wesen und das verführte ihn dazu, Kalla Wendler mal im Vorbeigehen freundlich zuzurufen: „Kalla, Du guckst ja wieder die Würste sauer!“ Und Kalla hatte flugs seine Antwort parat: „Na, komm‘, stell Du Dich mal den ganzen Tag hier hin!“ Da kam Sebastians keckes Wesen zum Vorschein, und er sagte spontan zu. Mitten im größten Weihnachtstrubel verabredeten sich Kalla, Kalle und Sebi zum gemeinsamen Wettbraten um die Zufriedenheit der Kundschaft.

Ins Wurst-Wendler Corporate Design gekleidet mit rotem Pulli (wie passend für den stadtbekannten Sozialdemokraten) belagerte das Trio den Schwenkgrill und suchte ernsthaft nach einer gescheiten Arbeitsteilung, die die zwei Profis vom Grill schnell gefunden hatten – auch für den begabten Amateur Sebastian. „Keine Ahnung, was die so durchsetzen, ich hab‘ das Mittzählen dran gegeben“, berichtete Sebastian anschließend. „Aber das sind Unmengen, zumindest in meinen ungeübten Augen!“ Tja, wenn man allenfalls an überschaubare Haushaltsmengen auf dem glühenden Gartengrill gewohnt ist.

„Aber der Junge hat sich beachtlich angestellt“, lobte Kalla, der von seiner engeren Verwandtschaft auch Karl-Heinz genannt wird, wenn sie mal streng mit ihm sein will. Als Dauergast müsste er aber noch lange üben. Sebi klagte nach seiner Schicht über die innerkörperlichen Temperaturstürze, über breit gestandene Gehwerkzeuge und vorübergehende Appetitlosigkeit beim Anblick gerösteter Würste. Die hat sich inzwischen ebenso gegeben wie der Fußschmerz. Was sich aber nicht gegeben hat, das ist sein gehöriger Respekt vor der Arbeitsleistung derer, die in Unna mal wieder die Vorweihnachtszeit mit einem der schönsten Weihnachtsmärkte weit und breit verschönert haben. „Und das gilt für alle Beteiligten“, unterstreicht der vorlaute Tester Sebastian Laaser.

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